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Spaß beim Kopfrechnen

Spielerisch das Einmaleins üben

Das kleine Einmaleins gehört zu den Grundaufgaben des Kopfrechnens. Hier finden Sie kreative Tipps und Anregungen für die Schule und für zu Hause, um das Kopfrechnen regelmäßig zu üben.

Spaß beim Kopfrechnen: Spielerisch das Einmaleins üben Begeistern Sie Ihre Grundschulkinder mit Spielen zum Lernen © gal2007 - stock.adobe.com

„Zwei mal drei macht vier, wi di wi di wid und drei macht neune!“, singt Pippi Langstrumpf – und sicher ist nicht nur ihren Freunden Tommy und Annika klar, dass ihr eine der wichtigsten Bildungsgrundlagen fehlt: das kleine Einmaleins. „Die Grundaufgaben des Kopfrechnens gedächtnismäßig beherrschen“, wie es in den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz heißt, ist keine leichte Sache und muss beständig trainiert werden: in der Schule sowie auch zu Hause. Hier finden Sie Tipps und Anregungen, um das Einmaleins zu üben.

Üben, üben, üben – aber wie?

Übung wirkt am effektivsten, wenn sie regelmäßig stattfindet. Lieber kurz, dafür häufig! Lehrer/-innen sollten daher im Unterricht täglich mindestens eine Einheit zum Kopfrechnen einbauen. Am besten gleich zu Beginn der Mathestunde eine Kopfrechenphase einbauen. Aufgaben, die der gesamten Klasse gestellt werden, sollten jedoch nicht zu schwierig sein, um leistungsschwache Rechner nicht zu frustrieren. Allgemein ist es aufgrund der unterschiedlichen Rechenniveaus innerhalb einer Klasse empfehlenswert, immer wieder.

Übungen oder Spiele in Partnerarbeit anzuregen   

Daneben gibt es im Laufe eines Schultages einige weitere Gelegenheiten, die für das Kopfrechnen genutzt werden können: ob in der Vorviertelstunde, bei der Freiarbeit oder als Beschäftigung für Schnelle. Allein die Tatsache, mit einem Freund oder einer Freundin zusammen zu üben, spornt an. Möglich ist es auch, ein Schild im Klassenzimmer aufzuhängen, an dem sich Kinder zu einem Rechenspiel treffen können.

Für die häusliche Übung empfiehlt es sich, den Familien Tipps an die Hand zu geben:

Tipps für Schüler/-innen »

Damit die Motivation nicht nachlässt, kann ein Rechenpass Abhilfe verschaffen. Wer möchte, kann diesen mit einem Belohnungssystem verbinden.

Rechenpass runterladen »

Spiele für die gesamte Klasse

Wichtig ist, dass das Üben des Kopfrechnens immer spannend und abwechslungsreich bleibt. So sind Ihre Schüler/-innen motivierter. Hier finden Sie einige Spiele, die Sie ganz einfach in Ihren Matheunterricht einbauen können:

Zahlendetektiv:

Die Klasse spielt gegen eine Spielleitung (Lehrkraft oder Kind). Sie versucht eine geheime Zahl zu erraten, indem sie sich rechnerisch der Lösung nähert. Vorab kann die Spielleitung einen Tipp geben.

Beispiel: Die geheime Zahl ist 28. Tipp: „Die Zahl liegt zwischen 20 und 30“. – „6 mal 4 ist 24?“ – „Die geheime Zahl ist größer!“ Je nach gewünschter Schwierigkeit sind natürlich auch weniger Kommentare möglich.

Bewegtes Rechnen:

Immer eine Zahl und eine Bewegungsaufgabe (Beispiel:Kurze Bewegungspausen) werden verknüpft. Es werden mindestens zwei Bewegungs-Zahl-Kombinationen gezeigt. Das Ergebnis wird nicht gesagt, sondern geturnt. Um auch den langsamen Rechnern eine Chance zu geben, kann man vereinbaren, dass man sich erst nach einem 3-2-1-Finger-Countdown bewegen darf.

Augen zu und dran bist du:

Die Schülerinnen und Schüler lösen die Aufgaben mit geschlossenen Augen und zeigen die Ergebniszahlen mit den Fingern an. Beim Einmaleins ist diese Übung vor allem für Geteiltaufgaben geeignet.

Bingo:

Jedes Kind erhält eine Bingokarte mit Ergebniszahlen des Einmaleins und ausreichend Spielsteine (z. B. Muggelsteine ). Die Lehrkraft nennt eine Aufgabe, die Schüler/-innen legen den Spielstein auf das passende Ergebnisfeld. Wer zuerst alle Spielsteine einer Reihe (waagerecht, senkrecht oder diagonal) gelegt hat, ruft „Bingo!“ und hat gewonnen. Mehr Mathespiele!


Spiele für Partnerarbeit und zu Hause 

So viele Einmaleinsaufgaben wie möglich lösen:

Man benötigt Kärtchen mit den Einmaleinsaufgaben (mit Lösung auf der Rückseite) sowie eine Sanduhr oder Stoppuhr. Ein Partner stellt die Aufgaben und kontrolliert die Ergebnisse, der andere rechnet. Nach einer Minute wird die Anzahl der richtig gelösten Aufgaben gezählt. Eine Möglichkeit wäre es, diese Zahl auf einer Klassenliste eintragen zu lassen und so den schnellsten Rechner zu ermitteln. Vorsicht aber vor Konkurrenz und Frustration unter den Kindern – das sollte jede Lehrkraft abhängig von der Klassensituation beurteilen! Eine weitere Möglichkeit ist, dass ein Kind mehrmals die Anzahl der gerechneten Kärtchen notiert und somit feststellen kann, ob er/ sie sich gesteigert hat. 

Das Duell der Zahlen:

Zwei oder mehr Spieler/-innen haben einen Spielplan mit Zahlen vor sich, bei dem sie aus benachbarten Zahlen Einmaleinsrechnungen bilden können. Immer abwechselnd wird eine Karte mit einer Ergebniszahl gezogen. Derjenige, der zuerst eine passende Rechnung findet, erhält die Ergebniskarte. Vorlagen im Lehrerbüro, S. 7, 18-19)

Klappkarten:

Zwei Kinder sitzen einander gegenüber. Das Eine sieht nur die Aufgaben und rechnet, das Andere kontrolliert mithilfe der Lösung auf der Rückseite. Am Ende werden die Rollen getauscht. Vorlagen im Lehrerbüro

Wer gewinnt:

Durch Würfeln werden die Einmaleinsaufgaben ermittelt, die Ergebnisse werden auf einem Spielplan angemalt. Wer eine Reihe oder Spalte vollständig angemalt hat, hat gewonnen. Durch einen achtseitigen Würfel geht das Spiel auch noch über die Aufgabe 6 mal 6 ist 36 hinaus. Vorlagen im Lehrerbüro, S. 4, 10, 11)

Wie man an den hier aufgeführten Materialien sieht, gibt es noch zahlreiche weitere Spiele, die Schülerinnen und Schüler zum Üben der Einmaleinsaufgaben motivieren können. Auch wenn die Zeit im Unterrichtsalltag manchmal knapp erscheint: Für das Training dieser mathematischen Grundlage sollten immer ein paar Minuten übrig sein.

Daniela Harrer


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