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Klassenzimmer gestalten

Klassenzimmer gestalten – mit wenig Arbeit viel erreichen

Werden Sie gemeinsam mit Ihren Schüler/-innen kreativ. Denn zum Schulstart wirkt der Klassenraum meist recht karg und leer. Das lässt sich mit diesen (neuen) Ideen schnell ändern.

Klassenzimmer gestalten: Klassenzimmer gestalten – mit wenig Arbeit viel erreichen Einen kahlen Klassenraum mit wenigen Mitteln dekorieren © Who is Danny - stock.adobe.com

Das neue Schuljahr beginnt in vielen Schulen kahl und grau. Ein paar farbige und persönliche Akzente verwandeln einen Raum im Nu in „unser“ Klassenzimmer. Hier ein paar schnell umsetzbare Ideen, für die weder Schüler/-innen noch Lehrer/-innen große Künstler sein müssen.

Einfach und kostenlos: Vorlagen aus dem Internet

Ob für Fensterbilder, Türplakate oder Geburtstagskalender: Wer ein bestimmtes Motiv sucht, findet dafür im Internet im Zusammenhang mit dem Stichwort „Ausmalbild“ leicht etwas passendes. Da viele Bilder auf die Weite wirken sollen, gilt hier: Je größer und einfacher, desto besser. Je nach Alter der Schüler/-innen können genaue Vorlagen oder nur Beispiele als Ideen angeboten werden. Bei freier Gestaltung sollte man zum Beispiel die Auswahl der Farben beschränken, sodass das Gesamtbild nicht zu kunterbunt wird.   

Erste Farbkleckse im Klassenraum

  • Wimpelketten: Eine Wimpelkette (zum Beispiel aus bunten Tonpapierdreiecken) ist schnell hergestellt. Zum Schuljahresbeginn kann ein „Herzlich Willkommen in der Klasse xy“ das Grau aus dem Klassenzimmer vertreiben. Für eine Vorstellungsrunde und gleichzeitig eine erste gemeinsame Klassenzimmergestaltung mit den Schüler/-innen eignet sich diese Vorlage von Klassenkunste.
  • Fotos: Gerade der Schuljahresanfang bietet sich für eine Fotoausstellung im Klassenzimmer an. Nicht nur das Klassenfoto oder Schnappschüsse von einem ersten gemeinsamen Ausflug sind möglich. Wenn sich die Schüler/-innen neu kennenlernen, könnte man Einzelporträts mit den Namen aufhängen. Bei älteren Jahrgangsstufen könnten diesen auch mit Bildbearbeitungsprogrammen künstlerische Effekte verliehen werden. Auch eine Fotoserie mit Gegenständen des Klassenzimmers oder Schulhauses („Wo ist das?“) kann ein Blickfang sein.

Farbenfroh und wirkungsvoll: Fensterbilder 

Da Fensterbilder auch von außen gesehen werden, sind sie das „Aushängeschild“. Man sollte sich gut überlegen, ob man jahreszeitliche Dekoration anbringt, da man immer wieder neu basteln und ab- und aufhängen muss. Hier ein paar Ideen, bei denen man nicht gezwungen ist, alle paar Wochen zu wechseln:

  • Über den Wolken: Man nehme weiße Wolken (aus Kopierpapier ausgeschnitten) und ergänze sie durch Heißluftballons oder Flugzeuge (aus Ton- oder Transparentpapier). Wer möchte, kann Fotos der Schüler/-innen als Piloten mitfliegen lassen.
  • Unterwasserwelt: Fische, Quallen und andere Meeresbewohner sind einfache und zugleich farbenfrohe Motive. Sehr wirkungsvoll sind beispielsweise „Regenbogenfische“ mit schwarzem Rahmen (Fenster gestalten im Lehrerbüro). In Verbindung mit ein paar Meerespflanzen werden die Fenster zu einem großen Aquarium. 
  • Stifte in XXL: Holzstifte sind simple Motive, haben mit der richtigen Farbauswahl aber eine große Wirkung, wie zum Beispiel hier.

In modernen Gebäuden gibt es oft große Fensterfronten. Ein paar Basteleien quer über die Fläche verteilt, wirken da schnell optisch verloren. Besser wirkt es, wenn man kleine Elemente miteinander verbindet, zum Beispiel die Frühlingsblumen mit einer Rasenkante versieht oder die Herbstblätter vom Ast fallen lässt. Praktisch dafür sind Kreidestifte, mit denen man direkt aufs Fenster malt und die sich auch wieder problemlos entfernen lassen, wie zum Beispiel die „Woodies“ von Stabilo oder Flüssigkreidestifte.

Das ganze Jahr im Blick: Geburtstagskalender

  • Jahreszeitenbaum: Jedes Kind erhält – je nach Jahreszeit, in dem es Geburtstag hat – eine Vorlage zum Ausschneiden: eine Frühlingsblüte, ein grünes Sommer- oder rotes Herbstblatt oder eine Schneeflocke. Darauf schreibt es seinen Namen und Geburtstag. All das wird an einen großen gemalten Baum gehängt. Wer den Klassen-Geburtstagskalender ans Fenster hängt, hat gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
  • T-Shirts auf der Wäscheleine: Einfache T-Shirts werden von den Schüler/-innen frei gestaltet und mit Namen und Geburtsdatum versehen. Eine Idee, die sich auch für höhere Jahrgangsstufen eignet.  

Gut präsentiert ist halb gewonnen

  • Der Hintergrund macht’s: Es müssen nicht immer die großen Wasserfarbenkunstwerke in Din A3 sein. Kleinformatige Zeichnung können ebenfalls gut wirken, solange man sie harmonisch aufhängt und mit einem stimmigen Hintergrund versieht. Das gilt auch für Sehenswertes aus anderen Unterrichtsfächern, zum Beispiel Gedichte oder geometrische Zeichnungen. 
  • Genau wie die großen Künstler: Eine gut lesbare Beschriftung mit einem griffigen Titel macht sich neben Kunstwerken immer gut. Vielleicht bietet sich das Motiv auch für einen Vergleich mit einem Werk der bildenden Kunst an, welches man noch zu den gemalten Bildern hängen kann.
  • Weniger ist manchmal mehr: Ist das erste Grau aus dem Klassenzimmer erst vertrieben, gilt es, den Überblick zu bewahren. Wer darauf achtet, dass ausgestellte Werke auch mit Beschriftungen, Plakaten etc. ein stimmiges Gesamtbild ergeben, schafft einen Raum, in dem man sich wohlfühlen kann.

Daniela Harrer


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