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Klassengemeinschaft

Adventskalender mit Eltern gemeinsam gestalten

Ein Adventskalender für die ganze Klasse, der gemeinsam mit den Eltern gestaltet wurde, verkürzt nicht nur die Wartezeit aufs Weihnachtsfest, sondern stärkt auch die Klassengemeinschaft und die Zusammenarbeit mit den Eltern.

Klassengemeinschaft: Adventskalender mit Eltern gemeinsam gestalten Das gemeinsame Basteln eines Adventskalenders lässt Eltern und Lehrer ins Gespräch kommen © cirquedesprit - Fotolia.com

Wenn in den Supermärkten die ersten Schokoladenweihnachtsmänner auftauchen und erste Termine für Weihnachtsfeiern abgesprochen werden, dann ist es allerhöchste Zeit  auch an einen Adventkalender für die eigene Klasse zu denken. Damit das nicht zu einem Riesenprojekt wird, sollten Lehrer die Eltern mit einbeziehen.  Bei guter Planung hat man am Ende nicht nur einen wunderschönen Kalender, auf den sich die Kinder der Klasse freuen, sondern man hat auch einen großen Fortschritt in der Elternarbeit erreicht.

Eltern einbeziehen

Eltern können die Arbeit von Lehrern nicht immer richtig beurteilen. Sie erfahren nur durch die Erzählungen der Kinder, was in der Schule passiert oder eben auf den mehr oder weniger kurzen Zusammentreffen mit den Lehrern, z. B. auf Elternabenden. Aus diesem Grund bringen Aktionen wie das gemeinsame Adventskalender-Gestalten für das Lehrer-Eltern-Verhältnis sehr viel und erleichtert die Zusammenarbeit in der Zukunft, weil man sich so auch auf einer informellen Ebene kennenlernen kann. Gerade auch Eltern, die sonst den Kontakt zum Klassenlehrer scheuen, sind vielleicht auch dankbar, dass sie etwas ganz Praktisches für ihre Kinder und die Schule tun können.

Der Nutzen eines Kalenders

Der Adventskalender ist etwas mehr als 100 Jahre alt und soll die Zeit bis Weihnachten verkürzen und den Kinder zeigen, wie lange es noch bis zum Weihnachtsfest dauert. Dies ist ganz klar ein Brauch, der zum Christentum gehört. Doch auch Schüler, die anderen Religionen angehören, werden ihr Freude daran haben: Denn jedes Kind bekommt im Laufe des Dezembers ein kleines Geschenk. Das erhöht die Vorfreunde auch auf die kommenden Tage in der Schule. Denn die Adventszeit ist eine besondere Zeit: mit  einem kleinen Ritual am Anfang des Tages, wie zum Beispiel das Vorlesen bei Kerzenschein, das Singen eines Weihnachtsliedes — und das Öffnen des Kalenders. Dies stärkt die Klassengemeinschaft, besonders dann, wenn auch nicht christlich geprägte Schüler (und Eltern) mit eingebunden werden.

Vorüberlegungen und Ideen

Ideen für Adventskalender gibt es viele. Das hängt ganz davon ab, welche Geschenke man verpacken möchte. Kleine Gutscheine passen auch in kleine Schachteln oder kleine Päckchen. Etwas größere Geschenke, wie zum Beispiel Süßigkeiten oder kleine Bücher, können in Form einer Eisenbahn verpackt werden. Die Päckchen können auch ganz einfach verpackt und an einer Leine, die durch das Klassenzimmer gespannt wird, aufgehängt werden.  Ganz toll und ebenfalls günstig ist ein Kalender aus Dosen.

Entscheidend ist, dass die Bastelarbeiten nicht zu kompliziert und mit einfachen, preiswerten Materialien —an einem kurzen Bastelabend — zu realisieren sind. Auf jeden Fall sollten vorher die Eltern befragt werden, wie groß und wie teuer die Kalendergeschenke sein sollten, damit diese am besten aus der Klassenkasse bezahlt werden können. Auch stellt sich die Frage, ob man extra dafür noch einmal Geld einsammeln will. Es bietet sich deshalb an, die Aktion gemeinsam mit den Elternvertretern zu planen und erst dann die Einladung an die Eltern auszuteilen.

All diese Vorüberlegungen sind wichtig, damit das entsprechende Bastelmaterial bereitgestellt bzw. mitgebracht werden kann.

Auch das sollte man bedenken: Die Anzahl der Päckchen ist eigentlich vorgegeben, doch sind nicht in jeder Klasse genau 24 Kinder. Sind es mehr als 24, so können an manchen Tagen einfach zwei Päckchen zur Verfügung stehen. Sind es weniger Kinder, so  enthält der Kalender womöglich kleine Geschenke für die ganze Klassen, mit Überraschungen wie zum Beispiel: „Heute keine Mathehausaufgaben!“ oder „Morgen Theaterbesuch!“.

Die Schüler freuen sich von Tag zu Tag auf die nächste Überraschung und die Eltern sind froh, etwas dazu beigetragen zu haben. Dies Zusammenspiel wird sich positiv auf das Klassenklima und damit auch auf die Lernsituation der Kinder auswirken. — Auch ein Geschenk und das nicht nur zur Adventszeit.

Manon Sander

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