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Schulanfang

Eltern-ABC: Alle wichtigen Informationen auf einen Blick

Eltern frischgebackener Erstklässlern haben viele Fragen rund um Unterricht und Schule. Hier kann eine kleine Informationsschrift zur Schul-Arbeit und -Aktivitäten erste Antworten und Unterstützung anbieten.

Schulanfang: Eltern-ABC: Alle wichtigen Informationen auf einen Blick Der erste Schultag ist aufregend — auch für Eltern. Für sie beginnen ganz neue Aufgaben © Picture-Factory - Fotolia.com

„Was mache ich denn, wenn mein Kind krank ist?“, fragt eine besorgte Mutter auf dem ersten Elternabend. Mit Fragen dieser Art wird man gerade zu Beginn des Schuljahres von Erstklässlereltern bombardiert. Dabei gibt es eine einfache Lösung: Um der Fülle der Elternfragen zu Schulbeginn Herr zu werden und die Eltern umfassend über den Schulablauf und alle gängigen organisatorischen Schulbelange zu informieren, erhalten die Eltern gleich am Einschulungstag das Eltern-ABC. Dies kann gemeinsam mit dem Stundenplan der Schulanfänger und weiteren Informationen von der Schulbuskarte bis zur Freikarte fürs Schwimmbad der Stadt oder Gemeinde in einem an alle Eltern adressierten Umschlag überreicht werden, am besten in der Wartezeit während der ersten Schulstunde  oder auch bereits am Elternabend vor Schulbeginn.

Organisatorisches von A bis Z

Viele Dinge, die für Lehrer, Erzieher und Eltern von Geschwisterkindern der Grundschule zur Selbstverständlichkeit geworden sind, müssen die neuankommenden Eltern über die Schule wissen und erst lernen. Hier sind zunächst der Stundenplan, die Unterrichts- und Pausenzeiten, die Fahrzeiten von z. B. Schulbussen und die Erreichbarkeit des Klassenlehrers wichtig. Diese Daten sollten im Heft des Eltern-ABCs an erster Stelle stehen.

Weitere wichtige Infos:

  • Gibt es eine Sprechstunde zur Erreichbarkeit aller Lehrer, so ist dies für Eltern ebenso wichtig wie die Telefonnummern der Schule und des Betreuungsangebots.
  • Auch müssen Eltern wissen, wie, wann und bei wem sie ihr Kind in der Schule krank melden.
  • „Was passiert, wenn der Klassenlehrer krank ist ?“, ist ebenfalls eine wichtige Frage, die mehrere Teilantworten enthält: von Vertretungskräften bis hin zum Aufteilen der Schüler der Klasse in andere Klassen.
  • Die „neuen“ Eltern sollten wissen, dass meist die Schultage nach den Sommerferien und die Tage vor den Ferien verkürzt sind.
  • Was ist, wenn das Kind für Familienfeiern oder Kuraufenthalt beurlaubt werden muss, in welchem Rahmen und bei wem kann dies getätigt werden? Hier gilt die Regel, dass der Klassenlehrer bis zu zwei Tage ein Kind seiner Klasse beurlauben kann. Darüber hinaus sowie vor oder nach den Ferien kann dies nur schriftlich bei der Schulleitung beantragt werden.
  • Die Nichtteilnahme bzw. Teilnahme am Schwimm- und Sportunterricht wird von Schule zu Schule unterschiedlich gehandhabt. Ob die Schüler dann auf der Bank im Schwimmbad oder der Turnhalle sitzen können/müssen oder in einer anderen Klasse während dieser Zeiten am Unterricht teilnehmen sollen, sollte den Eltern unbedingt mitgeteilt werden.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Weg zur Schule. Oft kann hier auf einen Schulwegplan hingewiesen werden, der in der Schule einsehbar ist und in dem die sichersten Schulwege ohne viele Gefahrenpunkte eingezeichnet sind.
  • Auch die Parksituation vor der Schule sollte angesprochen werden.
  • Es ist immer empfehlenswert, dass Kinder einen Ansprechpartner haben, gerade wenn es Buskinder sind und der Bus nicht pünktlich eintrifft (aufgrund von Glatteis, einer Panne o. Ä.) und die Schüler im Notfall wieder zurück nach Hause bzw. bei Berufstätigkeit der Eltern zu einer Vertrauensperson im Ort gehen müssen.
  • Dies gilt auch für den Fall, dass die Schüler während der Schulzeit krank werden oder einen Notfall haben. Hierzu müssen Notfallnummern und Ansprechpartner in der Schule bekannt gegeben sein.

Neben all diesen Formalitäten können im Eltern-ABC noch Informationen zur Homepage, dem Tragen von Hausschuhen, zur Zeugnisausgabe, Fundsachen, dem Informationszeitraum für die Beratung der weiterführenden Schulen und gegebenenfalls Termine vom Schulfotografen erhalten.

Elternmitarbeit erwünscht

Die Mitarbeit in der Schule wird für die Eltern neu sein. Neben den Informationen der Lehrer an Elternabenden, haben Eltern Mitspracherechte als Elternvertreter und dürfen als solche an bestimmten Schulkonferenzen teilnehmen. Am Elternsprechtag können Sie mit den Lehrern über ihre Kinder sprechen.

An vielen Grundschulen ist eine weitere Mitarbeit erwünscht: bei zusätzlichen Lesestunden neben dem Deutschunterricht, zur Betreuung der Schulbücherei, evtl. auch Angebote von Lesepausen, für AGs und besonders bei kreativen, musikalischen und sportlichen Angeboten etc.  All das kann im Eltern-ABC für die „neuen“ Schuleltern bereits beworben werden. Vielleicht werden durch neue „Experten“ auch neue AGs ins Leben gerufen, wenn beispielsweise besondere Berufe oder Neigungen der Eltern dazu inspirieren.

Unterricht — was Eltern wissen wollen

Besonders das Unterrichtsgeschehen und natürlich auch die Hausaufgaben sind für die neuen Schuleltern interessant. Zu Dauer und Umfang kann hier aufgeklärt werden. Unterrichtsangebote wie Fremdsprachen oder epochal unterrichtete Fächer wie Werken und Schwimmen weckt ebenfalls Interesse. Der Zeitpunkt der Jugendverkehrsschule kann hier bereits für das 4. Schuljahr angekündigt werden.

Anmerkungen zur Pausengestaltung und womöglich zum Schulfrühstückdürfen ebenso wenig vergessen werden wie die Möglichkeiten für zusätzlichen Förderunterricht.

Aktivitäten, Feste und Feiern

Jede Schule hat ihre Rituale zu besonderen Anlässen: Sei dies die Adventsfeier, die Faschingsfeier oder das Einschulungs- und Verabschiedungsritual. Zusätzlich erhalten die Eltern Informationen zu: Vorführungen der Kinder, Schulfeste, Klassenfahrten, Theaterbesuche, festgelegte Projektwochen, zur Durchführung der Bundesjugendspiele, zu besonderen Ausflügen.

Auch das sollten Eltern wissen: soziale Interaktionen in der Schule

Oft werden die Schüler von Anfang an in das Schulgeschehen mit einbezogen. Gut, wenn dazu etwas im Eltern-ABC notiert wurde. Die Eltern sollten wissen, wenn an ihrer Schule Schulanfänger Paten aus höheren Klassen zur Unterstützung bekommen und den Kindern helfen, sich in der neuen Schule zurechtzufinden.

Auch eine Mitarbeit der Schüler z. B. bei der Spieleausgabe in den Pausen, beim Mülldienst, als Klassensprecher an einer Kinderkonferenz mit dem Schulleiter, als Streitschlichtern findet hier ihren Platz ebenso wie die Kontaktdaten eines Vertrauenslehrers oder ausgebildeten Mediationslehrers.

Durch das Eltern-ABC wird nicht nur die Schule für die Eltern transparenter, es beantwortet die meisten Fragen und Sorgen und entlastet gleichzeitig Lehrer und Erzieher in den ersten Wochen. Viele Dinge sind so für Eltern von Anfang an gut nachvollziehbar, nachzulesen — und nicht zuletzt können Lehrer bei Nachfragen von Elternseite immer wieder auf die Verabredungen und Rituale der Schule im Eltern-ABC hinweisen.

Marion Keil

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