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Spielenachmittag

Gemeinsame Aktivitäten fördern die Klassengemeinschaft

Um die Klassengemeinschaft und die Sozialkompetenz der Schüler zu stärken und mit den Eltern intensiver ins Gespräch zu kommen, bietet sich ein Spielenachmittag an. Das fördert das Gemeinschaftsgefühl und alle lernen sich besser kennen.

Spielenachmittag: Gemeinsame Aktivitäten fördern die Klassengemeinschaft Beim gemeinsamen Spielen lernen sich die Kinder noch einmal ganz neu und anders kennen © 2x Samara.com - Fotolia.com

Immer wieder bitten Eltern von Grundschülern darum, doch einmal etwas gemeinsam zu unternehmen. Doch so einfach ist das oft nicht: Es fällt schwer einen Termin zu finden, ein Thema zu finden und das Ganze im Vorfeld zu organisieren. Ein Spielnachmittag ist die Lösung. Er erfordert keine große Vorbereitung und kann zur Festigung des Klassenklimas beitragen. Grundsätzlich kann in jeder Klassenstufe gespielt werden. Bei den Größeren nimmt das Interesse natürlich ein wenig ab, zumal die Schüler nicht unbedingt mit ihren Eltern spielen möchten.

Die Vorbereitung zu einem Spielenachmittag ist gut geplant ganz einfach. Zunächst einmal muss ein Termin gefunden werden. Je mehr Menschen an der Terminfindung beteiligt werden, desto komplizierter wird es. Um jedoch niemanden zu übergehen ist es gut, diesen Termin gemeinsam mit den Elternvertretern zu planen. Vielleicht erklären sich die Eltern auch bereit, die Einladung zu übernehmen oder die Klasse bastelt und schreibt sie im Kunstunterricht. Neben den üblichen Angaben sollte unbedingt auf der Einladung stehen, was mitgebracht werden muss und wann dieser Spielenachmittag endet (nach ca. zwei Stunden). Der Zeitpunkt sollte so geplant sein, dass möglichst viele Kinder und Eltern daran teilnehmen können.

Vorbereitung  und Spielauswahl

Größere Vorbereitungen sind außer der Terminfindung und der Einladung nicht zu treffen. Die Schüler und Eltern müssen sich bereit erklären, Spiele mitzubringen und diese dann auch zu erklären. Gut ist es, wenn ein paar Singspiele mit den Kindern vorab eingeübt worden sind, mit denen man den Nachmittag eröffnet. Am besten eignet sich zum Beispiel die „Tante aus Marokko“. Zu diesem Lied lassen sich durchaus auch noch eigene Strophen erfinden. Weiter Vorschläge wären das Lied „Head and shoulders, knees and toes“ oder auch „Mana mana“. Hier finden sich noch viele weitere Möglichkeiten, sodass für die kommenden Nachmittage die Liedtexte nicht ausgehen. Die Texte sind einfach und bringen alle zum Lachen, damit wird die Atmosphäre gelockert. Diese Lieder können im Musikunterricht oder auch im Fremdsprachenunterricht eingeübt werden.

Bei den Spielen ist die Anzahl der Mitspieler egal, ebenso die Dauer. Wichtig ist nur, dass alle spielen können und sich niemand langweilt. Je größer die Spieleauswahl, desto besser — und Eltern wie Schüler lernen dadurch auch neue kennen. Brettspiele sind genauso angebracht wie Aktionsspiele, bei denen alle Personen beteiligt sind. Ganz einfache Spiele wie zum Beispiel Zuzwinkern kommen in einer großen Runde gut an. Viel Spaß machen auch Rätselgeschichten.

Beim Spielen lernt man sich noch einmal anders kennen

Bei einem Spielenachmittag steht natürlich zunächst die Freude am Spielen im Vordergrund. In gemütlicher Runde können die Schüler miteinander und auch mit ihren Eltern spielen. Das stärkt die Klassengemeinschaft und auch die Gemeinschaft der Eltern untereinander. Hinzu kommt noch ein weiterer positiver Aspekt: Lehrer haben so die Möglichkeit, ihre Schüler in einer anderen Rolle kennenzulernen. Sind die Schüler auch schüchtern, frech oder lebhaft, wenn die Eltern dabei sind? Wie gehen die Schüler mit Sieg und Niederlage in Spielen um? Welche Rolle nehmen die Eltern gegenüber den Kindern ein? Schubsen sie ihre Kinder eher nach vorn oder trösten sie sie? Achten sie auf das Benehmen der Kinder oder lassen sie diese eher einfach laufen? Dies kann viele Rückschlüsse auf Verhaltensformen liefern, die in der Schule zu finden sind.

Gleichzeitig werden aber auch die Eltern den Lehrer/die Lehrerin beobachten. Wie verhält sich der Klassenlehrer/die Klassenlehrerin den Kindern gegenüber?  Darüber hinaus bietet ein solcher Nachmittag auch Gelegenheit für informelle und private Gespräche. So können leichter Hemmschwellen abgebaut werden, die oft zwischen Lehrern und Eltern bestehen.
Es wäre jetzt aber völlig falsch, den Spielenachmittag als „Labor“ zu nutzen, um Eltern und Schüler unter die Lupe zu nehmen. Im Vordergrund steht das soziale Miteinander und die Freude am gemeinsamen Tun.

Manon Sander

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