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Naturbeobachtungen machen

Kreative Aufgaben für Naturbeobachtungen - auch für zu Hause

Naturbeobachtungen fördern die Bewegung und regen Kinder an, die Natur besser kennen zu lernen. Daher sollten Schüler/-innen so früh wie möglich Anregungen erhalten, sich auf vielfältige Art, mit der Natur zu beschäftigen. 

Naturbeobachtungen machen: Kreative Aufgaben für Naturbeobachtungen - auch für zu Hause Vögel gehören zu den schönsten Naturbeobachtungen © WildMedia - Shutterstock.com

Die Schüler/-innen erhalten viele Aufgaben für den Schreibtisch und sitzen häufiger am PC als sonst. Doch Kinder brauchen frische Luft. Wie kann man sie dazu animieren, mehr rauszugehen?  

Ganz einfach: Durch eine Aufgabenstellung, die Naturbeobachtung erfordert. Damit werden gleich zwei Ziele erreicht. Zum einen ist hierzu Bewegung erforderlich, zum anderen werden die Kinder angeregt, die Natur besser kennen zu lernen. Und das, was man kennt, respektiert und schützt man auch. So früh wie möglich sollten die Kinder daher Anregungen erhalten, sich mit der Natur zu beschäftigen, sensibel zu werden und ihre kleinen und großen Wunder zu entdecken. Ein hoher Spaßfaktor ist bei Naturerfahrungen auch dabei. Es soll Freude machen, die Natur zu erleben. Die Kinder sollten sich von Neugier leiten lassen und zum Staunen gebracht werden. Gefühle sind unbedingt erlaubt und die Lehrkraft sollte feinfühlig auf Gefühlsreaktionen antworten. 

Weiterführende Links 

Tolle Fotos und Beschreibungen von Tieren und Pflanzen finden sich auf dieser Website: www.nabu.de 

Tipps zur Naturbeobachtung für jeden Monat finden sich beim Bund.net.  

Ansprechend für Kinder aufbereitet ist die Natur-Detektiv-Seite

Einen guten Überblick über geeignete Webseiten zur Naturerkundung für Kinder bietet der Bildungsserver

Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf, Pflanzentriebe brechen aus dem Boden hervor, Vögel beginnen zu singen und beschäftigen sich mit Nestbau und Brutpflege, Blattknospen und Blüten öffnen sich. Das lockt Insekten an, die die Blüten bestäuben. Auch unter dem Laub und im Boden regt sich wieder Leben: Käfer, Schnecken, Ameisen, Regenwürmer, Tausendfüßler und andere Bewohner sind zu entdecken. 

Die Lehrkraft kann den Kindern als Anregung und zur Unterstützung Abbildungen von Pflanzen oder Tieren zeigen, die die Kinder bei ihrem Ausflug in die Natur möglichst finden sollen. Das kann mit einem Foto beginnen und sich langsam steigern. Die Kinder sollten genau wissen, wonach sie Ausschau halten sollen und die Bezeichnung dafür kennen.  

Naturbeobachtung ist auch in der Stadt möglich 

Natur gibt es nicht nur in Wald und Feld, sondern auch in Parks, an Straßenrändern und an Rändern von Spielplätzen. Selbst in der kleinsten Ecke findet sich so genanntes „Unkraut“, das sich seinen Weg bahnt, Gras, das zwischen Steinplatten wächst. Büsche und Bäume säumen Gehwege und Fahrbahnen. Unter jedem Stein, der hochgehoben wird, sind Bodenlebewesen zu entdecken. Auf den Rasenflächen in den Parks tut sich etwas: Schneeglöckchen, Krokusse, Osterglocken, Gänseblümchen und andere stecken ihre Sprosse aus der Erde. Eichhörnchen turnen auf den Bäumen herum, Vögel picken am Boden, fliegen in Büschen und Bäumen auf der Suche nach Nahrung herum. Und wer genau hinhört, vernimmt ihren Gesang im Frühling ganz besonders.  

Spannende Spiele entwickeln 

Zu Beginn werden die Kinder beispielsweise dazu angeleitet, sowohl genau hinzusehen als auch der Natur zu lauschen und sie zu spüren. Die Wahrnehmung mit allen Sinnen sollte angesprochen werden: Was siehst du, was hörst du, was spürst du und wie fühlt es sich an? Sogar der Geruchssinn kann mit einbezogen werden. Folgende Aufgaben regen dazu an: 

  • Baumbeobachtung: Gehe hinaus und stelle dich unter einen Baum. Fühle seine Rinde. Wie fühlt sie sich an? Rau oder glatt? Wie sieht sie aus? Braun, weiß oder grau?  
  • Geräusche: Höre auf die Geräusche um dich herum und notiere sie. Ist Wind in den Zweigen oder Vogelgesang zu hören?  
  • Vögel: Welche Vögel hast Du beobachtet? Wie viele waren es? Wie sehen sie aus? Welche Größe und welche Farbe haben sie? 

Tipp: morgens ist die Aktivität der Tiere besonders hoch und am besten zu beobachten. 

  • Blumen: Welche ersten Blüten hast Du gesehen? Welche Farben haben sie? Male eine Blume in diesen Farben. Bei jüngeren Kindern kann es auch ein Blumenklecksbild werden oder die Handfläche wird bemalt und kreisförmig auf ein Stück Papier gedruckt, bis eine vollständige Blüte daraus entsteht. 
  • Insekten: Hast du Insekten auf den Blüten entdeckt: Eine Hummel, eine Biene, ein Käfer oder einen Schmetterling? 
  • Temperatur: Stelle dich in die Sonne und danach in den Schatten. Beschreibe den Unterschied. 
  • Verstecke: Hebe einen Stein auf und sieh nach, ob du Insekten darunter findest, die ganz schnell weglaufen.  
  • Laub & Erde: Kannst du Insekten unter dem alten Laub oder in der Erde finden? Kannst Du die frische Erde riechen?  
  • Sammeln: Lassen Sie die Kinder Dinge aus der Natur sammeln, die sie interessant finden. Vielleicht ist es eine Feder, eine Eierschale, ein Schneckenhaus, ein Zweig mit blühenden Hasel-Kätzchen oder eine kleine Blume; aber nur, wenn dies abgepflückt werden darf. 

Die Beobachtungen dokumentieren

Die Erfahrungen, die die Kinder dabei machen, können sie der Lehrkraft berichten. Einigen Kindern wird es auch möglich sein, Fotos von Pflanzensprossen zu machen, die aus der Erde kommen. Die Kinder können sich einen Busch oder einen Baum aussuchen, den sie täglich besuchen und den Wachstumsfortschritt der sich öffnenden Blattknospen fotografieren. Andere schreiben kurze Notizen oder sogar eine kurze Frühlingsgeschichte über das Erlebte. Wetteraufzeichnungen werden in eine Tabelle über den Zeitraum von einer Woche eingetragen. Eine Aufgabe für drinnen wäre es, Samen keimen zu lassen, zu pflegen, zu beobachten und den Wachstumsfortschritt zu dokumentieren. 

Die Aufgaben und ihre Dokumentation sollten an die individuellen Fähigkeiten der Kinder angepasst sein. Jedes Kind kann durchaus eine andere Aufgabe erhalten, je nach Interesse und Lernstand. Während eines Zoom-Meetings haben die Kinder die Möglichkeit sich gegenseitig von ihren Naturerlebnissen zu berichten oder Bilder zu zeigen. 

Hanna Fischer


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