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Start in die Ferien

So wird der letzte Schultag der ersten Klasse ein Fest!

Am Ende der ersten Klasse können die Kinder schon alle Buchstaben und vieles mehr: Das muss gefeiert werden! Mit viel Lob, den Eltern und einem Buchstabenfest.

Start in die Ferien: So wird der letzte Schultag der ersten Klasse ein Fest! Spielerisch das Schuljahr verabschieden © Christian Schwier - stock.adobe.com

„Was macht ihr am letzten Tag in der ersten Klasse?“ fragt Primar-Lehrerin „sjahnlea“ ihre Kolleginnen und Kollegen auf der Website lehrerforen.de. Sie wird am letzten Tag vor den Sommerferien in der dritten Stunde die Zeugnisse ausgegeben, danach ist Unterrichtsschluss. In der ersten Stunde frühstückt sie mit den Kindern, dann möchte sie jedem Kind noch eine kleine Urkunde geben. Tenor: „Nun hast du das erste Jahr geschafft. Du kannst schon vorbereitete Texte lesen, viele Wörter richtig schreiben...“, und danach möchte sie bei jedem Kind auch noch etwas hervorheben, was besonders gut geklappt hat. Z. B. „Ordentlichster in der Klasse, Bester [sic!] Tafeldienst“ usw.

„Du warst wirklich 1. Klasse!“

Personalisierte Urkunden sind eine schöne Idee, bereiten aber viel Mühe. Doch in jedem Fall fühlt sich jedes einzelne Kind dadurch gesehen und ist stolz, dass es etwas besonders gut kann

Kollege „piep“ findet jedoch „das mit den Aufzeichnungen übertrieben“, Zeugnisse schreiben an sich sei ja schon viel Arbeit. Auch er veranstaltet ein Frühstück (Cerealien), danach machen die Kinder „ungesteuert (...) entweder Gruppenspiele oder alle bringen Brettspiele mit“. Dann verteilt er Zeugnisse und liest „jedem etwas Gutes vor“. Zudem hat er sich etwas einfallen lassen, was ganz schnell per Copy & Paste geht und trotzdem jedes Kind wertschätzt: ein zusätzliches „Zeugnis zum selber vorlesen“ mit „entsprechend wenig Text“ für die Erstklässler. Da steht nur „Das kannst du schon gut“ und drunter drei Stichpunkte mit Spiegelstrichen („toll rechnen“, „schön schreiben“, „Wörter lesen, „dich mit allen vertragen“) und darunter noch für alle ein General-Lob: „Du warst wirklich 1. Klasse!“

Bei „wuchtimmer“ bekommen die Kinder am Ende des ersten Schuljahrs „eine kleine Lernzielmappe, in der sie selber nachlesen können, was sie alles schon geschafft haben“ (Kopiervorlage zum Download steht unter dem Post). Das mache die Kleinen „immer total stolz“ – mit den Berichtszeugnissen können sie ja noch nicht so viel anfangen.

Ein Buchstabenfest feiern

Die Lehrkraft mit dem Pseudonym „Zauberwürfel“ schlägt im Lehrerforum ein „Buchstabenfest“ vor: Die Kinder bearbeiten „ein paar Stationen“ zu verschiedenen Buchstaben, gestalten ein „Kunstbild“ aus Buchstaben und snacken dazu Buchstabenkekse und Buchstabennudelsuppe.

In vielen Grundschulen ist das Buchstabenfest am Ende des Schuljahres auch tagfüllend und „ein Höhepunkt der ersten Klasse“: „Wie stolz sind die Erstklässler, wenn sie endlich alle Buchstaben lesen und schreiben können“, schreiben die Lehrerinnen Ula Akin und Uta Englbauer auf der Website der „Grundschule Süd“ in Gunzenhausen. Sie starten den Tag mit einem Tierrätsel, das die Kinder als Hausaufgabe lösen und das die Eintrittskarte zum Fest ist. Die Lösungen der Klasse an der Tafel ergeben gleich einmal das vollständige ABC, dann gestalten die Jungs und Mädchen in Gemeinschaftsarbeit zu jedem Buchstaben ein Blatt („N“ = aufgeklebte Nudeln in N-Form, „K“ = Knöpfe in K-Form usw.). Zuletzt geht es noch in die Turnhalle, wo sich die Kinder zu verschiedenen Buchstaben zusammenlegen – eine tolle Idee für originelle Klassenfotos.

Feiern mit den Eltern

Meist sind die Eltern am ersten Schultag der Erstklässler dabei. Mit einer Einladung zum Buchstabenfest am letzten Schultag der ersten Klasse schließt sich der Kreis, und Sie legen damit vielleicht auch schon den Grundstein für eine fruchtbare Erziehungspartnerschaft in den kommenden Jahren. 

In der Grund- und Mittelschule „Am Sonnenteller“ in Dittelbrunn führen die ABC-Schützinnen und -Schützen ihre Mütter und Väter durchs Schulhaus, wo vielfältige Stationen „zu absolvieren“ sind: 

  • Buchstaben  stempeln,
  • Initialen aus Knetmasse kneten, 
  • Buchstaben blind erfühlen, 
  • "Buchstabengeschichten lesen und dabei Buchstabenkekse knabbern“ (ebd.)
  • u. v. m. 

Und zum Abschluss gibt es auch hier Buchstabennudeln mit Tomatensoße. Fazit des Redaktionsteams der Schulwebsite: „An solch wunderbaren Schultagen kann man manchmal vergessen, dass Schule auch anstrengend sein kann!!!!“ (ebd.)

Die Ferienzeit überbrücken

Sechs Wochen ohne Schule sind eine lange Zeit, und die Kinder vergessen womöglich wieder viel, was sie im ersten Schuljahr gelernt haben. Deshalb hier noch last but not least ein Praxistipp von „littleStar“ aus dem Lehrerforum: Sie erstellt für die Kinder der ersten Klasse Ferienhefter mit Aufgabenblättern aus den Bereichen Deutsch, Mathe und „Konzentration (Mandala, Fehlerbilder, Rätsel etc)“. Mit dabei sind auch Lesetexte mit Auszügen aus Kinderbüchern. 

Weil damit Kopieraufwand und -kosten verbunden sind, fragt sie zunächst immer bei den Eltern ab, ob sie überhaupt einen Ferienhefter wünschen. Das Resümee der Lehrkraft: „Kam bisher immer sehr gut an“ – vielleicht auch, weil die Aufgaben im Ferienhefter nicht korrigiert werden, sondern „absolut freiwillig“ sind.

Und noch etwas bekommen die Kinder in die Ferien mit: ein Tagebuch, in das sie „ihre Ferienabenteuer aufschreiben, malen, einkleben“ können. Oft sei das ein Gemeinschaftsprojekt für die Kinder und ihre Eltern, die „mitunter auch ihre Kreativität“ austoben, schreibt „littleStar“ (ebd.). In jedem Fall knüpfen Sie auch mit dem Ferientagebuch „ein unsichtbares Band“ zwischen der Schule und den Kindern mit ihren Eltern. Bestimmt freuen sich „die Lütten“ dann auch schon umso mehr auf ihren ersten Schultag in der zweiten Klasse, wenn sie Ihnen und ihren Mitschülerinnen und Mitschülern schwarz (und bunt!) auf weiß ihre Ferien-Erlebnisse präsentieren dürfen.

Weitere Ideen: Themenseite Spielimpulse

Martina Niekrawietz


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