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Bastelideen

Socken-Hasen, Eierringe & Co. — Osterbasteln an Stationen

Genauso bunt wie Ostereier sind die Bastelideen an Stationen, die an einem besonderen Basteltag jeden Schüler einladen, sich seine eigene Gestaltungsaufgabe zu suchen. Für jeden und jede ist etwas dabei — Erfolgserlebnisse garantiert.

Bastelideen: Socken-Hasen, Eierringe & Co. — Osterbasteln an Stationen Ostereier anmalen oder originelle Bastelarbeiten © Pressmaster - Shutterstock.com

In der Lessing-Grundschule in Bad Doberan hat das österliche Basteln mit den Schülern schon eine langjährige Tradition. Gemeinsam entwickeln die Fachschaften Ideen für diesen Tag, der folgendermaßen abläuft: In der ersten Stunde basteln die Kinder eine Osterkarte im Klassenverband. Anschließend frühstücken sie gemeinsam und manchmal kommen noch Viertklässler vorbei, die den Kindern eine Ostergeschichte vorlesen. Während die Kinder sich dann in der Pause austoben, bauen die Lehrkräfte ihre Bastelstationen in ihren Klassenräumen auf. 

Nach der Pause dürfen die Kinder dann frei wählen, welche Angebote sie wahrnehmen. Bewaffnet mit Mäppchen und Bastelutensilien in einer Tragetasche ziehen sie von Raum zu Raum. Farbige Punkte an den Türen zeigen ihnen, für welche Jahrgangsstufen das jeweilige Angebot geeignet ist. 

Ein Basteltag voller Ideen — Nachhaltigkeit erwünscht

Ganz entspannt und ohne Druck arbeiten die Schüler in ihrem individuellen Tempo: „Viele Kinder basteln nacheinander an drei bis vier verschiedenen Klassenraum-Stationen, sie hätten an diesem Tag aber auch die Möglichkeit, erst einmal eine halbe Stunde aus dem Fenster zu schauen“, sagt Schulleiterin Frau Wolff. 

An den vielfältigen Bastelstationen können sich die Kinder zwei bis drei Schulstunden lang kreativ ausleben: Hier gestalten sie z. B. Osterhasenmasken, basteln Tiere aus Wollknäueln und Osterkörbchen aus Tonpapier oder bemalen Eier mit bunten Farben. Und die meisten sind so konzentriert bei der Sache, dass sie noch nicht einmal bemerken, dass sie für die Schulwebsite fotografiert werden. 

Vielleicht planen auch Sie gerade einen schönen entspannten Basteltag an Stationen, für den Sie im folgenden Beitrag Anregungen für differenzierte Angebote finden.

Eier-Design für Geduldige und Schnelle

Fünf „einfache kreative Ideen für einzigartige Ostereier“ verspricht ein Video auf der Website „Hallo Eltern“. Die meisten der erforderlichen Materialien gehören ohnehin zur Grundausstattung in Bastelschrank und Federmäppchen, sodass Sie die Anregungen auch ohne Einkauf spontan umsetzen können. Zum Beispiel das Konfetti-Ei: Dafür lochen die Kinder buntes Tonpapier — um Material zu sparen möglichst systematisch von oben nach unten. Dann kleben sie die Konfettipunkte auf das Ei. 

Oder die Kinder legen um den Bauch eines Eis ein farbig bedrucktes Klebeband, ein sogenanntes Washi Tape. Anschließend das Band glattstreichen und mit einem farbigen Filzstift über und unter dem Klebeband eine einfache schmale Borte dazu malen, zum Beispiel mit schrägen, eng beieinander liegenden Strichen. — Eine kleine Geduldsarbeit, die die Hand-Auge-Koordination fördert, wenn die Kinder sich bemühen, gleichmäßige Abstände zwischen Strichen und Washi Tape hinzubekommen. 

Ein lustiger Eierspruch ist schnell aufs Ei geschrieben, wobei gleich ein paar englische Vokabeln gelernt oder vertieft werden können: „“Ei feel good“ zum Beispiel oder „Ei love you“. Mit Filzer lassen sich auch ganz leicht Kükenfußspuren aufmalen. — Doch wie sehen die eigentlich aus? Das könnten die Kinder bei einer kleinen Netzrecherche in der Sachunterrichtsstunde vor dem Basteltag herausfinden. 

Last but not least noch eine sehr einfache Technik für die Gestaltung von Eiern: Färben mit Gummibändern und Lebensmittelfarben. Dabei wird das Ei mit Gummibändern umwickelt und anschließend ins Farbbad getaucht. Ob die Kinder die Bänder ungeordnet kreuz und quer oder „sauber“ in parallelen Ringen um die Eimitte angelegt haben — das Ergebnis kann sich in jedem Fall sehen lassen. 

Mit Blick auf das übergeordnete Erziehungsziel „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sollten Sie mit den Kindern besser ausgeblasene Eier gestalten. Es wäre ja schade, wenn die verwendeten Materialien mit den Schalen vom hart gekochten Ei einfach im Müll landen. Am besten verwenden sie Bioeier, die dann auch mit gutem Gewissen in der Schulküche zum Osterbacken oder zu einem nahrhaften Schulfrühstück mit Rühreiern weiterverarbeitet werden können. 

Nachhaltigkeit spielt auch eine Rolle, wenn es darum geht, hartgekochte Eier zu färben. Wie Sie aus den Zwiebelschalen und aus weiteren Naturmaterialien einen Farbsud „kochen“, sehen Sie auf YouTube. Die Ergebnisse lassen sich sehen — und Ihre Schüler/-innen erfahren zusätzlich etwas über Pflanzenfarben.

Von Socken-Kuscheltieren, Eierbechern und Origami-Hasen

Eine Socke kaputt oder von der Waschmaschine „gefressen“? Das macht nichts, denn die Bastelidee verwandelt einfarbige Einzelsocken in hübsche Kuscheltiere. Wie es genau geht, zeigt Ihnen die Website „Großeltern & Enkel“. Dort finden Sie auch viele weitere Ideen für Osterbastelarbeiten. 

„Kinder basteln Eierbecher“ — wer diese Suchbegriffe in die Suchmaschine eingibt und auf „Bilder“ klickt, findet eine Vielzahl von weiteren Upcycling-Ideen: So haben etwa leere Fruchtzwerge-Becher genau die richtige Größe für Eier. Auch der Durchmesser von Klopapierrollen passt genau fürs Ei. Aus Hygienegründen sollten Sie die Rollen allerdings besser nicht verwenden, was im Übrigen auch für Eierkartons gilt. Zumindest die Klopapierrollen könnten die Kinder einfach nachbauen: Durchmesser von einer „frischen“ Rolle, am besten direkt aus der Verpackung, messen, aufzeichnen, halbieren und mit dem Zirkel einen Kreis um den Mittelpunkt ziehen. Anschließend mit einem Faden den Kreisumfang abmessen, einen Zentimeter für den Kleberand zugeben, und die Rolle mit dickem Tonpapier nachbauen. — Eine schöne praktische Geometrieaufgabe für die Mathematikstunde vor dem Basteltag. Als Alternative lassen sich auch die Rollen von Haushaltspapier/Küchenkrepp zum Basteln nehmen.

Den ermittelten Kreisumfang könnten die Kinder auch für einfache Eierringe aus Modelliermasse verwenden. Übrigens: der vergoldete königliche Eierbecher im altägyptischen Stil wird ebenfalls aus Modelliermasse hergestellt. — Macht auf dem Ostertisch einen glänzenden Eindruck, ist aber gar nicht schwer, wie ein Blick auf die Anleitung auf der Website Geolino beweist.

Ob mit Aufhänger am Osterstrauch, als Serviette auf dem Teller beim Osterbrunch oder aufgeklebt auf eine Osterkarte — der gefaltete Osterhasenkopf auf der Website CREATIPSTER zauber überall ein Lächeln ins Gesicht. Bloggerin Silja hat hier auch noch viele weitere Faltanleitungen für dekorative Oster-Origamis verlinkt: zum Beispiel kleine Osterhasen oder Osterkörbchen, die mit Schokoeiern befüllt werden können. 

Für jüngere Jahrgangsstufen eignet sich dieses schlichte Küken aus gelbem Tonpapier, das mit sieben einfachen Faltschritten zu bewältigen ist. Etwas komplexer und eher für Dritt- und Viertklässler geeignet ist da schon das Falthuhn auf der Geolino-Website.

Österliches Fingerfood: Muffins und Soleier

Damit die Bastelarebiten der Kinder auch entsprechend gewürdigt werden, sollten Sie (nach-)mittags die Eltern zu einem kleinen Rundgang durch die Klassenzimmer einladen. An den einzelnen Bastelstationen können sie dann die kleinen Kunstwerke ihrer Kinder bewundern und sich vielleicht anschließend noch mit einer Tasse Kaffee und einem Kaninchen-Muffin stärken, der im Idealfall in der Schulküche von den Kindern selbst gebacken wurde.  

Besucher, die es eher deftig mögen, freuen sich vielleicht auch über ein paar Soleier: Diese einfache österliche Speise müssten Ihre Schüler/-innen in der Schulküche allerdings schon ein paar Tage vor dem Osterfest vorbereiten. Das Rezept auf der Website Utopia „kommt mit nur fünf Zutaten aus“ (ebd.). Die Kinder lernen dabei eine alte Methode zur Konservierung eines verderblichen Lebensmittels kennen, die vor der Erfindung des Kühlschrankes gang und gäbe war: Die Eier werden in einer Lake aus gekochten Zwiebeln, Salz (Sole) und Gewürzen zwei Tage eingelegt. Auch das Auge isst mit, denn die Schale der hartgekochten Eier wird vor dem Einlegen angeschlagen, sodass die Lake an den Sprüngen in der Schale eindringt. Schält man das Ei, zeigt sich eine hübsche Marmorierung.

Martina Niekrawietz

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