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Ernährungstipps

Iss dich fit, gesund und glücklich!

Bestimmte Lebensmittel sind wahre Wunderwaffen für die (Lehrer-)Gesundheit: Sie stärken das Immunsystem, vertreiben Stress und Niedergeschlagenheit und sorgen für ein gesundes Lehrerleben.

Ernährungstipps: Iss dich fit, gesund und glücklich! Frisches Obst und Gemüse bieten alles, um gesund und fit zu bleiben © Alexander Raths - Fotolia.com

Die gesundheitliche Belastung im Lehrerberuf ist hoch: „Jeder Vierte macht sich sehr große oder große Sorgen, dass er aufgrund der körperlichen und psychischen Berufsanforderungen schon vor dem Pensionsalter aus dem Beruf ausscheiden muss“, so das Ergebnis einer aktuellen Lehrerbefragung (vgl. Pressetext) von 500 Grundschullehrern im Auftrag der Krankenkasse DAK. Dabei gehen Lehrer auch oft über ihre gesundheitlichen Grenzen: Fast drei Viertel der Studienteilnehmer waren im zurückliegenden Jahr mindestens einmal krank zur Arbeit gegangen, 55 Prozent davon sogar mehrmals (Pressetext, Link s. o.). „Präsentismus nennt sich das Phänomen, wenn Beschäftigte sich trotz Krankheit zur Arbeit schleppen“, erläutert Tina Groll in einem Artikel in der ZEIT.

Meist sind es Erkältungskrankheiten, mit denen viele Lehrer trotzdem in die Schule gehen. Den Grund dafür bringt Grundschullehrerin Marion Keil in ihrem Lehrerblog „Klassenzauber“ auf den Punkt: weil „Kranksein als Lehrer nie passt“. Besonders in Klassen mit neuen Schülern attackieren Viren das Immunsystem, so Marion Keils Erfahrung.

Mit der richtigen Ernährung überstehen Lehrer die Erkältungszeit besser. Und nicht nur das: Bestimmte Lebensmittel helfen sogar gegen Stress oder Niedergeschlagenheit und beugen ernsthaften Krankheiten vor.

Gesunde Mischkost für gesunde Abwehrkräfte

Neben Sport, gesundem Schlaf und Entspannung ist die richtige Ernährung ein wesentlicher Faktor für eine effektive Immunabwehr. „Sicher ist, dass normale Mischkost einen maximalen Effekt auf das Immunsystem hat“, sagt PD Dr. Karsten Krüger vom Institut für Sportwissenschaft an der Universität Gießen auf der Website SPIEGEL ONLINE. Wie sich eine gesunde Mischkost zusammensetzen sollte, darüber informiert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) auf ihrer Website.

Wer sich mit frischem Obst und Gemüse gegen Erkältungskrankheiten wappnen will, orientiert sich am besten an der DGE-Empfehlung „mindestens 5 Portionen am Tag“. Von Vitaminpillen allerdings ist abzuraten. Sie bringen sogar Gesundheitsgefahren mit sich: „Die vermehrte Einnahme von Betacarotin in Pillenform etwa kann das Risiko für Lungenkrebs erhöhen“, warnt Constanze Löffler im stern. Grundsätzlich ist es nicht notwendig, Vitamine „hochdosiert und zusätzlich zu nehmen“, betont der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Jan Frank in dem Beitrag „Vitamine — wie viele brauchen wir wirklich?“ des ARD-Wissenschaftsmagazins „planet wissen“.

Übrigens kann man ruhig auch in der kalten Jahreszeit zu regionalen Gemüsen greifen: Wintergemüse Kohl- oder Wurzelgemüse sind überaus reich an Vitaminen und Mineralstoffen, heißt es in dem Beitrag „Darum ist Wintergemüse so gesund“ in der Frankfurter Rundschau.

Erkältung oder Grippe im Anzug — was hilft?

Hilft Hühnersuppe wirklich bei Erkältung? Hier sind Ernährungswissenschaftler geteilter Meinung: Sie „wirkt sich eher kurzfristig auf den Allgemeinzustand aus“, sagt Hajo Haase vom Institut für Immunologie an der Uni-Klinik der RWTH Aachen (vgl. den Beitrag im stern, Link s. o.), das Immunsystem werde davon nicht beeinflusst. Amerikanische Forscher fanden jedoch, dass Hühnersuppe die Bewegung „bestimmter weißer Blutkörperchen“ blockiert, „die für Entzündungsprozesse mitverantwortlich sind“, so ein Artikel auf der Website spektrum.de. Diese Blutkörperchen würden „bei Virusinfektionen in großen Mengen freigesetzt“ und lösten „Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute in den oberen Atemwegen aus“ (ebd.).

Auch ein schönes schales Bier zu einem Töpfchen Sauerkraut hat bei Erkältung durchschlagende Wirkung: In beiden Lebensmitteln wächst der Keim Lactobacillus brevis, ein Milchsäure vergärendes Bakterium, das immunstimulierende Wirkung hat, wie Jan Osterkamp in dem Beitrag „Antigrippales Gemüse“ auf spektrum.de schreibt.

Und ein Hustensaft muss nicht immer „Chemie“ enthalten, sondern kann auch aus Rettich mit Honig selbst gemacht werden, wie dieses Video der Krankenkasse AOK zeigt.

Lebensmittel, die glücklich machen

Essen und Psyche hängen tatsächlich eng zusammen, und die richtige Ernährung beugt Depressionen und anderen seelischen Leiden vor und macht „gute Laune“, wie Eva-Maria Schnurr in einem Beitrag in der ZEIT schreibt. Womit isst man sich glücklich? Drei jüngst veröffentlichte Studien kamen zu dem Ergebnis, dass „Menschen, die frisches Gemüse, Früchte, Fisch und Vollkorn essen, also vollwertige und frische Kost“ ein geringeres Risiko haben, „an Depressionen zu erkranken“, fasst Schnurr zusammen. Zu viel Fett, insbesondere gesättigte Fettsäuren, die besonders in Burgern, Pizza, Pommes u. Ä. stecken, hat hingegen die gegenteilige Wirkung.

Mehrere Studien deuten auch darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren, „reichlich in Seefischen wie Lachs, Makrele oder Hering enthalten“, nicht nur „dem Gehirn guttun, sondern auch der Stimmung“, berichtet Schnurr. Und auch gelegentliches Fasten hebt die Stimmung: „Beim Fasten schüttet der Körper jede Menge Botenstoffe aus, die die Stimmung stimulieren: Endorphine, Dopamin, Serotonin. Auch die Neuverschaltung der Nervenzellen wird angeregt“, erläutert Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung für Naturheilkunde am Immanuel-Krankenhaus in Berlin-Wannsee (ebd.).

Trotzdem sind kleine Sünden dem Hochgefühl keineswegs abträglich: Schokolade hebt zumindest „kurzfristig die Stimmung“, schreibt Christiane Gelitz auf spektrum.de. Dafür verantwortlich ist die Aminosäure Tryptophan, die depressive Symptome lindert, wenn sie ins Gehirn gelangt. Der Zucker in der Schokolade regt die Bauspeicheldrüse dazu an, Insulin auszuschütten, und das sorgt unter anderem dafür, dass Tryptophan „leichter ins Gehirn gelangt“ und so „den Serotoninspiegel und damit die Laune“ hebt. Viele weitere Lebensmittel wirken wie Stimmungsaufheller: Trockenfrüchte, Ananas, Bananen, Pflaumen, Nudeln, Kartoffeln, Brot und Reis, aber auch scharfe Gewürze können Glück erzeugen. Eine kleine Liste mit „Happy Food“ veröffentlichte die Frankfurter Rundschau am 10.09.2014

Ernsthaften Erkrankungen vorbeugen

Eine gesunde Mischkost mit moderatem Fleischgenuss ist auch die beste Prophylaxe gegen Krebs: „Studien zeigen immer wieder, dass viele Ballaststoffe und frisches Gemüse und wenig rotes Fleisch und Fleischprodukte wie Wurst, Kassler oder Schinken sich günstig auf die Gesundheit auswirken“, so die Autoren der Website wissen.de. Man sollte versuchen, „mit zwei oder drei kleinen Portionen Fleisch pro Woche auszukommen und nach Möglichkeit auf Geflügel“ ausweichen (ebd.).

Alkohol hingegen befördert das Risiko, an Krebs zu erkranken (vgl. dazu: Süddeutsche Zeitung, 8.03.2013). Dennoch ergab im Jahr 2013 eine US-Studie mit über 23 000 Brustkrebs-Patientinnen, dass sich regelmäßig ein Gläschen Rotwein positiv auf die Lebenserwartung auswirkt, berichtete die ÄrzteZeitung. Auch bei Herz-Kreislauferkrankungen kann eine geringe Menge Alkohol das Erkrankungsrisiko u. U. verringen (vgl. ebd.), ebenso schützen Nüsse.

Also: Nüsse, frisches Obst, Tomaten und Gemüse für einen langen Schultag sind schnell eingepackt und im Netz gibt es zahlreiche Ideen für ein vollwertiges Pausenbrot, das Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gut tut.

Martina Niekrawietz

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