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Homeschooling

Tipps zum Alltag zwischen Job und Familie

Die Corona-Pandemie hat den Arbeits- und Familienalltag komplett verändert. Homeschooling, Kinderbetreuung und Homeoffice sind jetzt die Herausforderungen und müssen zeitgleich und unter einem Dach organisiert werden. Hier helfen nur Struktur, Disziplin, Achtsamkeit und jede Menge Ideen gegen den Lagerkoller.

Homeschooling: Tipps zum Alltag zwischen Job und Familie Homeoffice mit Kindern bedeutet Arbeit unter erschwerten Bedingungen © Marina Andrejchenko - stock.adobe.com

Der Corona-Virus hat das ganze Leben auf den Kopf gestellt – für jeden einzelnen von uns. Plötzlich muss der Alltag völlig neu organisiert werden. Kindergarten- und Schulkinder sind zu Hause und müssen irgendwie bespaßt werden, gleichzeitig haben Sie als Lehrerinnen und Lehrer die schwierige Aufgabe, den Fern-Unterricht zu organisieren. Das stresst und trägt bei dem verordneten Hausarrest nicht gerade zu guter Laune bei. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, gesund zu bleiben – auch psychisch.

Wir als Lehrerbüro-Team im Homeoffice stehen vor ähnlich schwierigen Herausforderungen. Deshalb haben wir in diesem Podcast Tipps für Ihren Alltag und gegen den „Lagerkoller“ zusammengetragen.

Tipp Nr. 1: Strukturieren Sie Ihren Tag

Das beste Mittel gegen Chaos ist ein gut durchgetakteter Tag. Gemeinsam mit der Familie, Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin legen sie fest, …

  • wann der Tag beginnt und wann er für die einzelnen Familienmitglieder endet,
  • wer die Mahlzeiten vorbereitet – gern auch gemeinsam, das stärkt den Zusammenhalt,
  • wann Essenszeiten sind,
  • Legen Sie fest, wann Arbeits- und Lernzeiten einzuhalten und wann sie für den jeweiligen Tag beendet sind.
  • Wenn beide Partner im Homeoffice sind und Kleinkinder betreut werden müssen, sollten Sie die jeweiligen Betreuungs- und Arbeitszeiten absprechen. Auch ältere Schulkinder können hier zuweilen die Betreuung der Geschwister übernehmen.
  • Pausenzeiten sind zu planen und unbedingt einzuhalten und
  • mit positiv besetzten Aktivitäten zu füllen, wie z. B. spazieren gehen, Brettspiele spielen, malen, basteln und so weiter.
  • Und zu guter Letzt: Verabreden Sie Zeiten fürs Einkaufengehen oder die klassischen Hausarbeiten, zu denen möglichst alle etwas beitragen sollten. Denn auch die Kinder müssen lernen, Rücksicht zu nehmen und mitzuhelfen. Hierfür ist es auch wichtig, dass jeder auch Zeiten hat, in denen er sich zurückziehen kann.

Tipp Nr. 2: Organisieren Sie Ihren Unterricht möglichst entspannt

Das ist wahrscheinlich die schwierigste Aufgabe. Denn alle benötigen einen Arbeitsplatz, wo jeder – Partner oder Partnerin, die schulpflichtigen Kinder – ungestört während der Lern- und Arbeitszeiten ihren Aufgaben nachgehen können. Man wird sich also einigen müssen, wer, wann und wo arbeitet. Mit ein wenig Achtsamkeit und Gleichmut lässt sich das sicher organisieren. 

Verabschieden Sie sich davon, dass alles perfekt laufen und erledigt werden muss. Besondere Zeiten haben eben auch besondere Maßstäbe.

Schreiben Sie einen Tagesplan mit klar definierten Zielen, die Sie am besten konkret auf einer Liste ausformulieren, um sie dann später abhaken zu können. Verbunden mit Tagesstruktur und -routinen vermittelt das ein gutes Gefühl von Sicherheit und Handlungskontrolle.

Für Sie als Lehrerin oder Lehrer ist das Lehrerbüro in diesen Zeiten ein besonders zuverlässiger Partner, den Unterricht über Distanz digital zu organisieren. Wir haben viele Unterrichtsmaterialien und Lernvideos, die sich auch perfekt zum Selbstüben und Lernen eignen. Unsere Ratgeberartikel helfen Ihnen dabei, Schule ohne Klassenraum zu gewährleisten und auch den Eltern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Und das Gute ist: Sie können Ihren Schülern über Meine Lerngruppen alle Materialien zur Bearbeitung digital zur Verfügung stellen. Das und noch viel mehr finden Sie auf unserem Online-Portal Lehrerbüro.

Auch können Sie sich über das Lehrerbüro perfekt mit Ihren Kolleginnen und Kollegen vernetzen und gemeinsam den Fernunterricht organisieren. Hierfür steht Ihnen ein besonderes Angebot für eine Schulmitgliedschaft zur Verfügung.

Tipp 3 gegen den „Hauskoller“

In Zeiten von Corona geht es nicht nur um die körperliche Gesundheit, sondern auch um die psychische – gerade wenn man sich als Familie auf der Pelle sitzt und soziale Kontakte und Hobbys vorerst gestrichen sind.

Machen Sie in Ihrer Freizeit Dinge, die Sie schon immer mal machen wollten, die Ihnen besonders viel Spaß bringen – als Familie, aber auch allein in Rückzugsmomenten.

Zum Beispiel:

  • Musik hören oder selbst musizieren,
  • malen, basteln, werken oder handarbeiten,
  • Fotos sortieren, kleine Videoclips mit dem Smartphone drehen,
  • Bücher lesen oder vorlesen und als Sprachnachricht versenden,
  • einmal wieder schön gestaltete Briefe an Freunde und Eltern schreiben.
  • Sport gehört auch dazu. Im Internet finden sich unzählige, kostenlose Sportvideos, die nur darauf warten, von Ihnen nachgeturnt zu werden.
  • Sie wollten schon immer mal Meditieren und Yoga ausprobieren? Jetzt ist der Zeitpunkt, achtsamen Beschäftigungen nachzugehen. Vielleicht auch zusammen mit der Freundin über eine Webtelco.

Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Wichtig ist, dass Ihnen die Aktivitäten Freude bringen und Sie dabei entspannen können. Das geht natürlich auch beim Fernsehen und ansehen von Filmen der Streaming Dienste, sollte aber nicht zur Hauptaktivität werden. Drehen Sie doch lieber selbst einen kleinen Film mit Ihren Liebsten und lasse Sie zum Beispiel Opa und Oma daran teilhaben, indem sie ihnen den Film auf ihr Smartphone schicken.

Vor allem: Pflegen Sie soziale Kontakte. Auch wenn man sich nicht persönlich sehen kann, so können Sie sich doch – auch mit einem Glas Wein – mit Freunden zu einem Video-Chat treffen. Und das gute alte Telefon und Briefeschreiben gibt es schließlich auch noch. 

Tipp 4: Nur so viel Info wie nötig

Um Panik und Krisenstimmung zu reduzieren und sich nicht im „Hausarrest“ dunklen Mächten ausgeliefert zu fühlen, sollten Sie sich täglich zu gewissen Zeiten zum Stand der Corona-Pandemie informieren, aber eben nicht stündlich. Auch sollten Sie mit Ihren Kindern über deren Ängste und Sorgen sprechen. Denken Sie daran: Sie sind jetzt als Eltern der Fels in der Brandung. Sie sollten kindgerecht erklären, aber Zuversicht ausstrahlen.

Und da kommen wir wieder zu den Punkten 1 bis 3, die Ihnen dabei helfen können, Ihren besonderen Arbeits- und Familienalltag so zu gestalten, dass alle körperlich und seelisch gesund diese Zeit durchstehen.

Wir, das Lehrerbüro, wünschen Ihnen viel Glück dabei – und bleiben Sie gesund.

Gabriele Saliba


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