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Internet-ABC

Früh übt sich, was ein kompetenter Internet-User werden will

Das Internet spielt schon bei Schulanfängern eine große Rolle. Umso wichtiges ist es, früh Medienkompetenz zu vermitteln. Dabei kann sogar das Netz selbst helfen.

Internet-ABC: Früh übt sich, was ein kompetenter Internet-User werden will Das Tablet gewinnt zunehmend Bedeutung im Unterricht, deshalb sollten Schüler früh lernen, vernünftig damit umzugehen © Monkey Business - Fotolia.com

Ist Medienbildung in der Grundschule schon ein Thema? Unbedingt! Bereits 42 Prozent der 6- bis 7-Jährigen nutzen einen PC oder Laptop, und im Alter von 10 bis 11 sind es sogar schon 91 Prozent. (Quelle: KIM-Studie 2014, siehe Infokasten) Doch bisher steht das Lernziel „Medienkompetenz“ eher bei den „Größeren“ ab Sekundarstufe I auf dem Lehrplan.

Dabei machen auch Grundschüler schon „begeisterte Gesichter“, wenn man mit ihnen über das Internet reden will, wie Kai Biermann herausgefunden hat. Drei Tage lang betätigte sich der ZEIT-ONLINE-Redakteur als Internetlehrer an einer Grundschule. „Früher konnte man das Thema Computer in [sic!] eine Arbeitsgemeinschaft delegieren“, doch „das Internet ist jetzt Alltag, da reicht es nicht mehr, das so nebenbei zu machen“, zitiert er die Direktorin der Berliner Schule. Sie findet, es müssten „Lehrpläne, Standards und Weiterbildung (…) her“, doch: „Die gibt es nicht“. Trotzdem will sie den sicheren Umgang mit dem Netz künftig in den Sachkundeunterricht einbauen.

Nun werden die wenigsten Lehrer in Internetfragen so versiert sein wie Medienprofi Kai Biermann. Berührungsängste mit dem Thema brauchen Pädagogen dennoch nicht zu haben: Auf der Website Internet-ABC zum Beispiel finden sie das nötige Hintergrundwissen und Unterrichtsmaterialien, mit deren Hilfe sie „mit ihren Schülerinnen und Schülern das weltweite Internet mit all seinen Chancen und Gefahren gemeinsam kennenlernen und erkunden können“ (ebd.) 

Extra Seiten für Lehrer und Eltern und Kinder

Welche Voraussetzungen sind für den Unterricht mit PC und Internet erforderlich? Die Website bietet über extra Reiter einen schnellen Überblick  für Lehrer und Eltern: über Computerausstattung, Ausbildung der Lehrkräfte, Hard- und Software, Lehrpläne der Länder und vieles mehr.

Links zum Thema:

Das Internet-ABC (ein Projekt der Landesmedienanstalten) bietet Lehrern und Eltern Hilfe, Schüler im Umgang mit dem Internet fit zu machen.

KIM-Studie 2014: So nutzen Kinder das Netz.

Surfen ohne Risiko: Materialien für einen Elternabend  hier.

„Seit 2005 sind die Internauten  ... unterwegs, um Datendieben, Cybermobbern und co. [sic!] das Handwerk zu legen.“ — Das „Mitmach-Netz“ des Vereins Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) hat für Kinder und Lehrer einiges zu bieten.

„Unterrichtsmaterialien zu Themen der Internetsicherheit“, herausgegeben von der Landesinitiative „secure-it-nrw“ und den „Internauten“

Ein Leitfaden mit Checklisten und Ablaufplänen Verschiedene Lernmodule, Praxishilfen und aktuelle Informationen unterstützen den Lehrer bei der Durchführung medienpädagogischer Projekte, die ansonsten von der Konzeption bis zur Nachbereitung sehr arbeitsaufwendig wären und „viele Lehrer noch immer vor große Herausforderungen stellen“ (ebd. Leitfaden, S. 1). Die Autoren berücksichtigen dabei auch scheinbar banale Hürden, die in der Praxis häufig nicht bedacht werden („Können die Kinder Computermaus und Tastatur bedienen?“, Leitfaden, S. 2).

Die Unterrichtsmaterialien bestehen aus einem Lehrerhandbuch (auch als PDF downloadbar) samt CD-ROM und verschiedenen Unterrichtseinheiten. Welche Themen zur Auswahl stehen, zeigt eine Überblicksseite jeweils mit Vorschau zum Anklicken: Technische Grundkenntnisse, Umgang mit Grafik- und Textverarbeitungsprogrammen, Recherchieren bzw. Kommunizieren im Netz, Urheberrecht und Präsentieren von Arbeitsergebnissen – diese anspruchsvollen Themen werden kindgerecht und oft auch handlungsorientiert vermittelt: Da erstellen die Schüler zum Beispiel ein „Tier-ABC-Buch“ oder einen eigenen Comic mit dem Computer („Das wirkt zunächst schwierig, ist aber ab Klasse 3 durchaus machbar.“) Besonders praktisch: Diese Unterrichtseinheiten gibt es als Lang- und als Kurzfassung für Vertretungsstunden, und man sieht auch gleich, für welche Schulfächer und welche Klassen sie geeignet sind. Für methodische Abwechslung sorgen zudem Anregungen und Beispiele für die praktische Medienarbeit mit dem Internet-ABC.

Der Surfschein — spielerische Lernzielkontrolle

Wie gut kenne ich mich schon aus im Netz? Weiß ich z. B., wie eine Suchmaschine bedient wird oder was ein Server ist? — Mit einem interaktiven Spiel (Multiple-Choice-Test) für ein oder zwei Spieler und vielen Mausbewegungen können die Schüler hier zeigen, was sie bereits können. Wer die Fragen beantworten kann, kann dann „in einer Doppelstunde oder als längeres Projekt in einer AG oder an einem Projekttag“ den Surfschein erwerben. Und wer es nicht auf Anhieb schafft, ist umso motivierter, im Unterricht gut aufzupassen, denn den Surfschein gibt’s nur, wenn wirklich jede Aufgabe richtig gelöst wurde.

Martina Niekrawietz

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