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Fünf nützliche Tipps zum Unterricht mit dem Tablet

Verfügt ihre Schule über Beamer oder digitale Whiteboards? Dann schließen Sie doch einfach einmal statt eines Laptops ihr Tablet an. Mit der richtigen App kann das Gerät nicht nur eine Dokumentkamera und ein digitales Whiteboard ersetzen, sondern auch Lernvideos erstellen.

Tablets: Fünf nützliche Tipps zum Unterricht mit dem Tablet Das Tablet kann in vielen Phasen des Unterrichts ein sinnvolles und nützliches Medium sein, um Inhalte zu vermitteln und zu erarbeiten © contrastwerkstatt - Fotolia.com

Tablets sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Tablets werden dagegen an der Schule im Unterricht erst selten eingesetzt. Dabei bietet dieses neue Medium viele interessante Einsatzmöglichkeiten, die den Unterricht bereichern können. Ob im Fremdsprachenunterricht, bei einer Bildbesprechung im Fach Deutsch oder im Fach Kunst oder gar in Geografie als virtuelle Reise um die Welt — mit den geeigneten Apps eröffnen sich ganz neue Unterrichtsszenarien. Welche Möglichkeiten es gibt, soll hier in einem ersten kurzen Überblick beschrieben werden.

Bevor es losgeht — der Anschluss an den Beamer und ein WLAN-Netz

Vor dem Einsatz müssen einige technische Details geklärt werden. Ohne die geht es nicht. Nahezu alle Tablets lassen sich mit dem richtigen Adapter an den VGA- oder HDMI-Anschluss eines Beamers anschließen. Das ist in vielen Fällen die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit, um das Bild vom Tablet-Bildschirm an die Wand zu projizieren.

Tablets von Samsung und Apple verfügen zusätzlich über die Möglichkeit, das Bild drahtlos auf den Beamer zu übertragen. Dafür ist eine kleine Zusatzbox notwendig, die ca. 50,- € (Samsung) bzw. 100,- € (Apple) kostet. Für diese muss der Beamer jedoch über einen HDMI-Anschluss verfügen. Außerdem ist ein WLAN-Netz notwendig, in dem sich beide Geräte anmelden können. Fragen Sie im Zweifel einfach den Systemadministrator ihrer Schule oder melden Sie sich direkt beim Hersteller.

Lassen Sie Ihre CDs zu Hause

Es klingt vielleicht trivial, ist aber vor allem für Fremdsprachenlehrer ein Hauptgrund für den Kauf eines Tablets: iPad & Co. ersetzen den CD-Player. Digitalisieren Sie den Datenträger einfach zu Hause auf ihrem PC und übertragen Sie die Dateien auf ihr Tablet. In kleinen Klassen reicht der eingebaute Lautsprecher oftmals schon aus, ansonsten helfen kleine Lautsprecher mit eingebautem Akku. So können Sie sehr einfach Hörtexte im Deutschunterricht vorspielen oder im Fremdsprachenunterricht Native Speaker zu Wort kommen lassen.

Nutzen Sie die eingebaute Kamera!

Ihre Schüler haben ein tolles Plakat erstellt, das sie präsentieren möchten? Machen Sie doch einfach ein Foto und projizieren Sie es vergrößert mit dem Beamer an die Wand. Eine App, die darüber hinaus noch mehrere Funktionen zur Bildmanipulation bietet, ist Stage: Interactive Whiteboard and Document Camera. Damit lassen sich beispielsweise Pfeile und Textfelder einblenden, um die Aufmerksamkeit auf bestimmte Bildinhalte zu lenken. Auch Seiten aus dem Schulbuch lassen sich so leicht an die Wand projizieren. Die Qualität der Kamera in modernen Tablets reicht für eine klare Text- und Bilddarstellung völlig aus.

Das fliegende Klassenzimmer

Fast jeder Unterrichtsinhalt ist auf die eine oder andere Weise mit einem Ort verknüpft. Karten-Apps wie Google Earth, Google Maps oder Apples Karten-App ermöglichen beeindruckende virtuelle Reisen in fremde Länder. Auf dem iPad sind beispielsweise für Großstädte wie New York oder Berlin dreidimensionale Karten verfügbar, mit denen sich Gebäude in beeindruckender Qualität nicht nur von oben, sondern wie aus einem Hubschrauber heraus von allen Seiten betrachten lassen. Google Earth bietet eine ähnliche Funktionalität und durch die Street-View-Aufnahmen von Google Maps kann man in wenigen Sekunden einen kostenlosen virtuellen Klassenausflug zu Goethes Geburtshaus oder dem Brandenburger Tor organisieren.

Das digitale Notenbuch

Dieser Tipp ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber immer mehr Lehrer schreiben ihre Noten nicht mehr ins rote Büchlein, sondern nutzen eine App wie „Teacher Tool“ fürs iPad. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Noten werden bei jeder Synchronisierung mit dem Computer gesichert, in einigen Fällen ist sogar ein Abgleich mit dem Schulserver möglich, der das Eintragen von Noten in Stammblätter völlig überflüssig macht. Die Nutzung dieser Programme wird von den Schulministerien bisher stillschweigend geduldet, obwohl es streng genommen nicht unproblematisch ist, schülerbezogene Daten digital zu speichern. Hier sollten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit Ihrer Schulleitung halten.

Sichern und schützen Sie die App auf jeden Fall durch ein Passwort. Skeptiker können die App auch erst einmal zum Erstellen eines Sitzplans mit Name und Foto nutzen. Was früher viel Arbeit war, ist mit einem Tablet schnell erledigt und die Kollegen werden es Ihnen danken, wenn Sie eine Kopie des Plans erhalten.

Kleine Helferlein: Stoppuhr, virtuelle Glocke, Lärmampel

Allein der App-Store von Apple bietet über eine Million Programme und es werden täglich mehr. Darunter sind auch einige clevere Apps für Lehrer, die zwar nicht viel können, aber dennoch recht praktisch sind. Auf dem iPad können Sie beispielsweise die vorinstallierte Uhren-App dafür nutzen, die verbleibende Zeit für eine Arbeitsphase anzeigen zu lassen. Die Anzeige ist so groß, dass Sie nicht einmal einen Beamer benötigen, um die Zeit für jeden sichtbar anzuzeigen. Stellen Sie das Tablet einfach mithilfe einer entsprechenden Hülle aufrecht hin. Auch eine Ruheglocke sowie eine virtuelle Lärmampel sind fürs iPad verfügbar und helfen dabei, eine vernünftige Arbeitsatmosphäre zu gewährleisten.

Darüber hinaus haben die großen App-Stores von Google und Apple noch viele weitere Apps speziell für die Schule im Angebot. Sie finden Sie in der Kategorie „Bildung“ im jeweiligen App-Store.

Tobias Hübner

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