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Schulwechsel

So gelingt der Start an einer neuen Schule

An einer Neuen Schule anzufangen ist ein aufregendes Ereignis. Viele Fragen, Wünsche und Erwartungen, aber auch Ängste stehen im Raum. Eine gute Vorbereitung hilft, stressfrei und problemlos zu starten.

Schulwechsel: So gelingt der Start an einer neuen Schule Wer sich gut vorbereitet, kann dem ersten Tag an der neuen Schule entspannt entgegensehen © iStockphoto.com/Yuri Arcurs

Im Anschluss an die Ausbildung und der Suche nach einer neuen Stelle, wartet in der Regel eine neue Schule. Unzählige Fragen, Wünsche und Erwartungen schwirren im Kopf herum. Doch auch Ungewissheit – und daraus resultierende Angst. Ist die Stelle die richtige Entscheidung gewesen? Sind Lehrwerke und Medien schon bekannt? Ist das Kollegium auch wirklich nett? Und wie werden die Klassen und Schüler sein? Viele dieser Fragen können schon in den Tagen vor Schulbeginn beantwortet werden. Mit der richtigen Vorbereitung kann dem Start an der neuen Schule mit Freude entgegengeblickt werden.
Die ersten Fragen werden hoffentlich schon bei der Stellebesetzung beantwortet: Wann genau beginnt die Tätigkeit? Wie viele Wochenstunden sind geplant? Welche Fächer werden abgedeckt und in welcher Klasse? Findet der Beginn nach den Sommerferien statt, bleibt noch viel Zeit für weitere Gespräche. Aber auch sonst gibt es zahlreiche Punkte, die noch vor dem ersten Unterrichtstag geklärt werden sollten.

Die Schule von innen und außen kennenlernen

Den Anfang bildet dabei ein Besuch in der Schule. Ein ruhiger Tag, vielleicht ein Sonntag, ist dafür gut geeignet. Mit ausreichend Zeit können in Ruhe die Wege zur Schule abgefahren werden. Wo liegt die Schule genau? Gibt es Parkplätze für Lehrer oder muss in den umliegenden Straßen geparkt werden? Ist das Auto vorteilhafter oder doch die Fahrt mit der Bahn? Wenn die Möglichkeit besteht, ist eine Besichtigung des Schulhofes sinnvoll, um das Gebäude schon einmal von außen kennen zu lernen. Auch die Umgebung der Schule ist wichtig: Welche Einrichtungen liegen in der Nähe? Gibt es einen Bäcker, einen Supermarkt oder eine Imbissbude? Vor allem wenn die Schule weit weg vom Wohnort liegt, sind solche Fragen relevant.
Sind die äußeren örtlichen Gegebenheiten geklärt, kann man sich dem Inneren der Schule zuwenden. Wichtige Personen sind der Hausmeister und die Sekretärin. Der Hausmeister verfügt über die Schlüssel, seine Telefonnummer sollte für Notfälle immer bekannt sein. Das Sekretariat kennt sich vor allem bei formellen Fragen aus. Die Öffnungszeiten des Büros, Telefonnummer, Faxnummer sowie die Namen der Angestellten sind deshalb wichtige Informationen. Wenn die Gelegenheit besteht, kann auch ein Rundgang durch die Schule gemacht werden. Wichtig ist erst einmal die Lage von Toiletten, Lehrerzimmer, Schulleitungsbüro, Sekretariat, Hausmeisterloge und zumindest derjenigen Klassenräume, in denen der eigene Unterricht stattfinden soll. Nicht zu vergessen ist auch der Kopierraum. Vor allem wenn die Schule groß und unübersichtlich ist, empfiehlt sich zudem ein Lageplan.

Erst das Gebäude, dann die Kollegen

Anschließend steht das Kollegium auf dem Plan: In der Mehrzahl dürften die Arbeitskollegen noch fremd sein, das Sekretariat hat in der Regel eine Liste aller Namen und der wichtigsten Daten. Bei einer Vorstellung sollte darauf geachtet werden, wer geduzt wird und wer nicht. Laut Knigge sollte man warten, bis das Du von der Person angeboten wird, die bereits länger dort arbeitet. In den meisten Lehrerzimmern besteht auch eine Sitzordnung, die Frage nach einem freien Platz ist also ebenfalls angemessen. Sollte bei der Vorstellung nicht klar werden, wer etwa eine Parallelklasse leitet oder wer Ansprechpartner für eine bestimmte Aufgabe ist, kann man darüber mit den Kollegen weiter ins Gespräch kommen und mehr über die Strukturen der Schule erfahren. Wichtig sind schließlich auch die Regelungen zur Küche: Gibt es eine Kaffeekasse? Existiert ein Spülplan? Möglicherweise gibt es an der Schule ja sogar eine Patenschaft für neue Kollegen oder ein festes Konzept.
Zum Schluss stehen noch formelle Dinge an: Bei der Schulleitung oder im Sekretariat bekommt man etwa eine Kopie des Schulprogramms, von verschiedenen Konzepten der Schule und von Arbeitsplänen für die einzelnen Fächer. Ganz besonders wichtig sind natürlich auch der Stundenplan und die dazugehörigen Stundenzeiten, die Regelungen für die Pause und der Aufsichtsplan. Falls es eine Terminliste gibt, gehört eine Kopie ebenfalls in die eigenen Unterlagen. Und schließlich sollten auch die verwendeten Lehrwerke und die dazugehörigen Lehrerbände bereitgestellt werden.
Natürlich gibt es noch viele weitere Punkte. Vor allem spezielle, von Schule zu Schule unterschiedliche Details kann man aber erst nach und nach herausfinden. Das gehört nun einmal dazu – und mit einer ausreichenden Vorbereitung gelingt auch so ein entspannter Start an der neuen Schule. Und es lohnt sich: Denn statt Angst und Anspannung kann dann endlich wieder die Freude überwiegen.

Anne Frieß

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