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Organisation

Mit einem guten Zeitmanagement entspannt durch den Schulalltag

Ein gutes Zeitmanagement schafft Freiräume: für die gezielte Förderung einzelner Schüler, für einen entspannten Schulalltag und letztendlich für eine unbelastete Freizeit. Eine zielgerichtete Planung aller anfallenden Aufgaben ist daher immens wichtig.

Organisation: Mit einem guten Zeitmanagement entspannt durch den Schulalltag Damit man nicht immer gegen die Zeit arbeitet und man mit seinen Aufgaben nicht hinterherkommt, ist ein gutes Zeitmanagement nötig © ffphoto - Fotolia.com

Lehrer haben viele verschiedene Aufgaben zu erledigen. Von der Unterrichtsvorbereitung, der Nachbereitung, dem Unterrichten selbst, Elterngesprächen bis hin zu Kontrolle von Aufgaben und Klassenarbeiten gibt es viele Arbeitsbereiche. Eine effektive zeitliche Organisation dieser Aufgaben ist daher unerlässlich, um Freizeit zum Ausgleich zu haben.

Ein weiteres Problem ist, dass man als Lehrer auch zu Hause immer noch etwas optimieren, vorbereiten und klären kann. Um sich nicht bei häuslichen Arbeiten am Schreibtisch zu verzetteln, sollte man sich daher einen Zeitpunkt festlegen, an dem das Büro auch einfach mal schließt und sich mit privaten Dingen beschäftigen. Wichtig ist daher, zunächst den aktuellen Unterricht vorzubereiten, aber das bitte nicht von Tag zu Tag zu planen, sondern Prioritäten zu setzen und Dinge auch mal zu verschieben. Nicht immer müssen Klassenarbeiten am nächsten Tag zurückgegeben oder Elterngespräche außer in Notfällen am gleichen Tag noch abends geführt werden. Im Folgenden gibt es noch mehr Tipps und Hinweise für die effektive Organisation von Lehreraufgaben.

Ganze Unterrichtseinheiten planen

Plant man nicht nur den Unterricht von morgen, sondern für ein Fach gleich eine ganze Unterrichtseinheit, hat dies viele Vorteile. Man kann chronologisch vorplanen und muss sich nicht täglich neu in die Unterrichtziele eindenken. Zusammenhänge werden klar und auch Schwerpunkte für eine abschließende Übungs- oder Klassenarbeit können bereits gesetzt und mitgeplant werden. Man kann und sollte direkt alle benötigen Arbeitsmaterialien auswählen und Kopiervorlagen zusammenstellen. So können die Blätter gesammelt für eine Unterrichtseinheit vorzeitig in den Kopierer gelegt, in der benötigten Anzahl kopiert und im Klassenraum bereitgelegt werden. Ein weiterer Vorteil ist hier das entfallende hektische Kopieren am Morgen vor dem Unterricht und man kann nichts vergessen, weil bereits alles im Klassenraum vor Ort ist.

Auch benötigtes Material kann gleich zusammengestellt und mit in den Klassenraum genommen werden, um nicht täglich wieder an Dinge denken zu müssen. So gut vorstrukturiert ist es täglich nur nötig, die Planung anzuschauen, gegebenenfalls Differenzierungsmaterial einzuschieben und die Inhalte variabel zu verschieben, falls noch Übungsbedarf ist oder mit den Schülern schneller vorgegangen werden kann. Hier bietet sich ein stundenweises und nicht datumsgebundenes Notieren der Unterrichtsinhalte an. Tippt man diese einmal in den PC ein, so können in der Nachbereitung Notizen für zu schwierige, langwierigere oder kürzere Unterrichtsinhalte ordentlich hinzunotiert und neu ausgedruckt werden.

Geeignet ist eine grobe Stoffverteilung für das ganze Jahr und eine Feinplanung von Ferien bis Ferien, um die Arbeit in übersichtliche Arbeitsbelastungen und Zeitabschnitte einzuteilen.

Material sortiert ablegen

Während viele Lehrer ihr Material nach Thema sortiert abheften, hat eine jahrgangsmäßige Sortierung vielleicht mehr Vorteile: Die benötigten Ordner beispielsweise für Klasse 3 können als Deutsch-, Mathematik- und Sachunterrichtsordner im Büroregal griffbereit gelagert werden, während alle anderen in diesem Schuljahr nicht benötigten Ordner für eine bessere Übersicht im Büro weggelegt werden können.

Zu jeder Unterrichtseinheit sollte neben den Notizen der Nachbereitung auch das jeweilige Material wieder sorgfältig in den Ordner eingeheftet werden. Schülermaterial sollte direkt nachgezählt oder bei Verlust bei den Schülern nachgefragt bzw. gleich nachkopiert und vollständig wieder eingeheftet werden. Diese sorgfältige Arbeit lohnt sich für die Verwendung des Materials für weitere Klassen. Wenn man denkt, dass man sich eventuell nach einigen Schuljahren noch an Schwächen der Planung erinnert, so irrt man sich meist. Daher ist es wichtig, auch Details bei der erstmaligen Planung in die Unterrichtsplanung kleinschrittig aufzunehmen.

All dies erleichtert im Lehrerleben die Arbeit und ermöglicht aufgrund der zeitlichen Ersparnis beim nächsten Durchgang wegen ungenügender Vorbereitung die Überarbeitung von Differenzierungs- oder Ergänzungsmaterial. So kann das Material von Klasse zu Klasse angepasst und optimiert werden. Im Jahrgangsteam können arbeitsteilig sogar mehrere Lehrer vom Zeitgewinn profitieren. Werden die Themen auf die Ordner notiert, so ist im „Lehrerbüro“ alles übersichtlich und schnell wiedergefunden.

Kontrolle der Aufgaben und Schülerarbeiten

Viele Lehrer verwenden sehr viel Zeit zum Nachschauen von Schüleraufgaben. Diese Zeit ist im Anfangsunterricht sehr wichtig, um die Kompetenzen der Schüler korrekt einschätzen und die Schüler frühzeitig in ihren Defiziten unterstützen und fördern zu können, um letztendlich Schulunlust zu vermeiden.

Kennt man allerdings seine Schüler, ist es oft nicht mehr nötig, bei allen Schülern jede einzelne Aufgabe durchzusehen. Bei leistungsstarken Schülern oder Schülern, bei denen die Eltern sehr genau die Hausaufgaben kontrollieren, sind oft Stichproben ausreichend, die viel Lehrerzeit für sinnvollere Aufgaben, wie die Vorbereitung von differenziertem Material für leistungsschwache und -starke Schüler, freiwerden lassen. Bei schwachen Schülern sollte man jedoch genügend Zeit zur Kontrolle einplanen, um mit ihnen Fehler gegebenenfalls gemeinsam besprechen und verbessern zu können.

Zur Aufgabenkontrolle haben sich vorgefertigte und immer wieder zu verwendende Symbole oder Farben von Klebezetteln bewährt. Findet der Schüler beispielsweise einen grünen Klebezettel oben in seinem Heft, so weiß er, dass hier etwas nicht ausgefüllt ist. Ein blauer Zettel bedeutet, dass er hier Fehler selbstständig überarbeiten und dem Lehrer wieder vorlegen muss. Hat er einen roten Zettel im Heft, so bedeutet dies, dass er mit Lehrerhilfe verbessern soll. Diese Markierungen ersetzen lange Erklärungen oder Notizen im Heft der Schüler.

Bei Tests oder Klassenarbeiten hat es sich bewährt, die zu erreichende Punktzahl für jede Aufgabe bereits vor dem Kopieren zu notieren, um nur noch die erreichte Punktzahl eintragen zu müssen. Eine vorgefertigte Lehrerkontrolle ermöglicht ein schnelles Korrigieren.

Bei den Korrekturen findet sicher jeder Lehrer seinen eigenen Weg, um schnell, aber auch fehlerfrei korrigieren zu können. Denn auch hier macht Übung den Meister! Sollte dennoch ein Fehler bei der errechneten Punktzahl auftreten, finden die Eltern ihn sicher.

Marion Keil

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