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Ergebnissicherung

Reflexionsphasen beim Kooperativen Lernen

Beim „Kooperativen Lernen“ sollten die Schüler regelmäßig Gelegenheit erhalten, wichtige Informationen, neue Erkenntnisse oder offene Fragen schriftlich zu dokumentieren. Dafür bietet sich ein so genanntes Reflexionsbuch an, das ganz einfach selbst gebastelt werden kann.

Ergebnissicherung: Reflexionsphasen beim Kooperativen Lernen Schüler erstellen eifrig ihr Reflexionsbuch © Monkey Business - Fotolia.com

Die Aktivierung von vorhandenem Wissen spielt beim „Kooperativen Lernen“ vor allem in der ersten Phase eine wichtige Rolle. Daneben empfiehlt es sich aber auch, regelmäßige Reflexionsphasen zu ermöglichen. Denn diese dienen der individuellen sowie kollektiven Ergebnissicherung und helfen dem einzelnen Lerner, sein hinzugewonnenes Wissen zu verfestigen. Auch neurowissenschaftlich gilt es als gesichert, dass derartige Phasen immens wichtig für ein nachhaltiges Lernen sind, da sie ein stetes Wiederholen bedeuten und gleichzeitig die individuelle Sicht des Schülers auf den Lerngegenstand berücksichtigen. Dadurch fällt es ihm einerseits leichter, einmal verstandene Inhalte im doppelten Wortsinn einzuprägen, und andererseits erhöht die individuelle Auseinandersetzung mit dem Gelernten auch die Identifikation mit dem Stoff.




Reflexionsphasen

Regelmäßige Reflexionsphasen dienen der Nachhaltigkeit und Qualitätssteigerung beim Lernen. Die Reflexionsfragen können sich auf das Fachliche beziehen, genauso gut aber auch auf das soziale Miteinander in der Gruppe, das eigene soziale Verhalten oder das methodische Vorgehen. Die Schüler gewinnen hierdurch einen Abstand zum Lernprozess und bauen eine Metakompetenz auf. Sie können aus ihren Stärken und Schwächen der Gruppenarbeit lernen, wenn sie diese ausgewertet haben.

Literaturangaben:

Green, N. / Green, K.: Kooperatives Lernen im Klassenraum und im Kollegium, 3. Auflage, Seelze-Velber 2007.

Konrad, Klaus / Traub, Silke: Kooperatives Lernen. Theorie und Praxis in Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung, 4. Auflage, Baltmannsweiler 2010.


Besonders einfach gelingen solche Zwischenreflexionen mit einem so genannten Reflexionsbuch, im englischen „Bound Box“ genannt (vgl. Green/Green). Seine Vorteile bestehen vor allem darin, dass das Basteln des Buches einerseits alle Schüler aktiviert und sie andererseits aber auch eine kognitive Pause erfahren und dadurch anschließend konzentrationsfähiger sind. Zudem kann das Buch immer wieder während des Unterrichts eingesetzt werden kann. Bei der Anwendung ist vor allem eine klare und überschaubare Zeitangabe für die Reflexion in Einzelarbeit hilfreich.

Insofern bietet sich das Reflexionsbuch auch an, um zunächst individuell die Reflexionsfragen zu beantworten und sie anschließend in der Gruppe zu vergleichen und zu besprechen.
Es kann außerdem dazu beitragen, die individuellen Lernfortschritte selbst in den Blick zu nehmen und auf diese Weise zu dokumentieren. Wenn die Schüler einige Wochen später ein paar Seiten zurückblättern, sehen sie ganz deutlich, inwiefern sie etwas dazugelernt haben und welche Kompetenzen sie haben ausbauen können. In dieser Variante fungiert das Reflexionsbuch als eine Art Lerntagebuch (vgl. Konrad/Traub, S. 168 f.).

Dennis Sawatzki

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