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Nachhaltigkeitstage

Lernen für eine lebenswerte Zukunft

Nachhaltigkeit macht nicht vor den Schulen halt. An den Deutschen Aktionstagen für Nachhaltigkeit vom 30. Mai bis 5. Juni können sich Schüler und Schulen auch jetzt noch mit Projekten rund um Umwelt und dem bewussten, nachhaltigen Umgang mit Ressourcen beteiligen.

Nachhaltigkeitstage: Lernen für eine lebenswerte Zukunft Alte Kleider sind ein wichtiger Rohstoff, aus dem sich noch vieles machen lässt © luanateutzi - Fotolia.com

Die Nachhaltigkeitstage sollen die Aufmerksamkeit für einen bewussten Umgang mit den Ressourcen erhöhen und die Möglichkeiten einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung zeigen. Die Aktionstage wurden vom Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung initiiert. In Baden-Württemberg werden die Aktionstage aufgrund der Pfingstferien erst am 12./13. Juni durchgeführt. Zum ersten Mal finden die Aktionstage in diesem Jahr im Rahmen der europäischen Nachhaltigkeitswoche statt.

„Wie wollen wir unsere Zukunft gestalten?“ ist die zentrale Frage, der in einzelnen kleinen Projekten an diesen Aktionstagen nachgegangen werden soll. Die Schüler lernen, wie sie mit kleinen Schritten in ihrer eigenen Lebenswelt zu nachhaltiger Entwicklung beitragen können. Lehrende können Ihnen im Rahmen der Aktionstage Handlungsmöglichkeiten eröffnen.

Tipps für den Unterricht

Für die Behandlung des Themas Nachhaltigkeit im Unterricht, gibt es zahlreiche Lehrmaterialien wie zum Beispiel „Kinder, Knete und Co.“ zum Thema „mit Geld wirtschaften“. Für die Nachhaltigkeitstage eignen sich Projekte, die aus dem Schulalltag herausstechen. Vielleicht lassen sich Partner finden, die Projekte anbieten oder mitgestalten: zum Beispiel Umweltpädagogen, agrarwirtschaftliche Betriebe, Recyclingbetriebe oder -höfe, Naturschutzorganisationen, wissenschaftliche Einrichtungen. Sie können den Schülern einen ganz praktischen Einblick in den Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften bieten.

Schüler überprüfen ihr Konsumverhalten

Beim Thema „nachhaltiger Konsum“ können sich Jugendliche beispielsweise mit ihrem eigenen Kaufverhalten auseinandersetzen. Auf der Website „Nachhaltiger Warenkorb" können sich die Schüler über verschiedene Produktgruppen informieren und setzen sich damit auseinander, was sie eigentlich kaufen und konsumieren. Das reicht vom Lebensmitteleinkauf bis hin zur Wahl des Stromversorgers. Ganz lebensnah können die Schüler Informationen zu speziellen Produktgruppen, etwa Technik, Kleidung, Kosmetik zusammentragen und Regeln für einen nachhaltigen Konsum erarbeiten. Eine anschließende Präsentation sorgt auch für nachhaltiges Lernen. Mit diesen praktischen Aufgaben holen Sie die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt ab und verknüpfen den Gedanken der Nachhaltigkeit mit Handlungskompetenz im Alltag.

Abfallvermeidung durch Repair Café und Upcycling

Auch Strategien zur Abfallvermeidung lassen sich gut in Projekten umsetzen. Dinge werden weggeworfen, sobald sie nicht mehr funktionieren oder sie einfach nicht mehr gefallen. Hier kann man ansetzen. Richten Sie zum Beispielan den Nachhaltigkeitstagen ein Repair Café ein, in dem Schüler Handys, Fahrräder oder Kleidungsstücke reparieren können. Sie können sich dabei gegenseitig unterstützen. Vielleicht finden Sie auch Eltern oder Großeltern, die den Schülern dabei helfen.

Weitere Hinweise zum Thema:

Ihre Aktionen können Sie auf der Website der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit eintragen.

Stöbern Sie in den bereits angemeldeten Aktionen und lassen Sie sich inspirieren.

Auch der Trend zum Upcycling kann hier genutzt werden. Den „Wir-basteln-etwas-aus-Müll-Beigeschmack“ hat der Upcycling-Trend längst hinter sich gelassen. Heute werden alte Dinge umgenutzt. Gerade im Kunst- oder Werkunterricht oder im Fach Textiles Gestalten bieten sich unzählige Möglichkeiten, alte Dinge und Verpackungen neu zu beleben: zum Beispiel zu stylishem Schmuck oder schicken Taschen. Auch das ist Nachhaltigkeit, die den Schülern auch noch Spaß bringt. Sammeln Sie zusammen mit den Schülern Ideen, wie man Nützliches aus alten Dingen für die Schule herstellen kann. Bauen sie Hocker aus alten Büchern für die Schulbibliothek oder Hochbeete für den Schulgarten aus alten Paletten.

Schüler können so mit Kreativität selbst nachhaltige Entwicklung gestalten. Während der Aktionstage erkunden Sie gemeinsam neue Möglichkeiten eines nachhaltig gestalteten Lebens.

Katrin Zinoun

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