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Lernzielkontrolle

Alle alles verstanden? — PINGO!

Ob kurze Rückmeldung oder Lernzielkontrolle, ob Meinungsbildung oder Brainstorming — mit dem kostenlosen Feedback-Tool PINGO ist Ihnen die Aufmerksamkeit Ihrer Lerngruppe gewiss.

Lernzielkontrolle: Alle alles verstanden? — PINGO! Abfrage in Form eines Wettbewerbs und per Smartphone — das bringt Spaß © goodluz - stock.adobe.com

„Stell dir vor, es ist Frontalunterricht und alle passen auf ...“ — „Gibt’s nicht!“, sagen Sie als erfahrene Lehrkraft jetzt vielleicht. Und bestimmt haben Sie auch eine ganze Reihe von Strategien in petto, um einzelne „geistig abwesende“ Schüler während eines Lehrervortrags immer wieder zurück ins Unterrichtsgeschehen zu holen. Das digitale Klassenzimmer erweitert jetzt das Spektrum Ihrer Möglichkeiten, denn Sie können dafür auch die Software PINGO nutzen. „PINGO“ steht für „PEER INSTRUCTION FOR VERY LARGE GROUPS“ und wurde an der Universität Paderborn ursprünglich als Live-Feedback-Tool für Vorlesungen entwickelt. Mit dem kostenfreien Programm können Sie jederzeit Fragen an das Plenum stellen, und jeder Teilnehmer mit einem internetfähigen Gerät kann direkt antworten.

Kurze Lernzielkontrolle zwischendurch

Was PINGO kann und wie Sie es im Unterricht einsetzen, erläutert ein kurzer Erklärfilm auf YouTube. — Lassen Sie sich nicht davon irritieren, dass es in dem Video um eine Vorlesung geht, PINGO eignet sich gleichermaßen für den Einsatz im Unterricht mit Schülern jeden Alters und mit Lerngruppen beliebiger Größe. Wichtig ist die Ausgangssituation: Der Lehrende führt ein neues, für einige Schüler schwieriges Thema ein, zum Beispiel in Physik oder Mathematik. Nicht alle Schüler können gleichermaßen gut folgen: Manche können sich nicht gut konzentrieren, für andere geht es zu schnell, wieder andere haben vielleicht Lücken im erforderlichen Grundlagenwissen. Um sich keine Blöße zu geben, fragen all diese Schüler nicht nach.

An dieser Stelle kommt PINGO ins Spiel: Die Lehrkraft aktiviert die Schüler mit einer Testfrage via PINGO und bekommt sofort ein direktes Feedback über den Wissensstand der Lerngruppe. Im Video ist es eine Single-Choice-Frage, die die Schüler eigenständig in einer bestimmten Zeit bearbeiten. PINGO wertet die Antworten der Schüler aus und erstellt ein Ergebnisdiagramm, das sich Lehrkraft und Klasse gemeinsam ansehen. Je nachdem gibt es nun drei mögliche Szenarien:

  1. Die meisten Schüler haben die richtige Antwort eingegeben. Die Lehrkraft erläutert kurz mögliche Unklarheiten und setzt den Unterricht fort.
  2. Hat nur ein kleiner Teil der Schüler richtig geantwortet, erklärt und vertieft der Lehrer den Stoff noch einmal, um dann erneut die Aufgabe (oder eine vergleichbare) zu stellen.
  3. Sind die Antworten „sehr unterschiedlich“, leitet der Lehrende die sogenannte „Peer Discussion“ ein. Dabei diskutieren die Schüler untereinander über ihre Lösungen der Aufgabe: „A, weil ...“, „D, weil ...“. Anschließend lösen die Schüler noch einmal die Aufgabe.

In heterogenen Lerngruppen sollten die Peergroups dabei natürlich das differenzierte Leistungsspektrum der Klasse abbilden, um Peer Learning zu ermöglichen.

Vier Fragetypen für flexible Nutzung

Neben Single-Choice-Fragen mit genau einer möglichen Antwort gibt es auch Multiple-Choice-Fragen mit mehreren Antwortalternativen und numerische Fragen mit einem Antwortfeld für Zahlen. Die Ergebnisse bei diesen Fragetypen werden wahlweise als Balken-Diagramm oder als Tabelle ausgegeben. Neben diesen drei Fragetypen nutzen Sie außerdem Freitext-Fragen, bei denen beliebige Texte ins Antwortfeld eingegeben werden können. Die Ergebnisausgabe erfolgt hierbei in einer Tag-Cloud. Praktisch: Die unterschiedlichen Fragetypen lassen sich innerhalb eines Fragenkatalogs beliebig kombinieren.

Mit diesen vier verschiedenen Fragetypen eröffnet PINGO Ihnen ein breites Spektrum von Möglichkeiten für die Interaktion mit Ihren Schülern oder anderen Gruppen in unterschiedlichen Situationen. Hier ein paar Ideen:

Lernzielkontrollen ohne Noten: Neben den eingangs geschilderten kurzen Verständnisfragen während des Unterrichts lassen sich mit PINGO auch umfangreichere Tests durchführen. Ideal zum Beispiel für häusliches Üben, zur Vorbereitung einer Klassenarbeit oder als Stillarbeit bei einer Vertretungsstunde.

Zügiges Arbeiten lernen: Viele Schüler trödeln bei den Hausaufgaben oder werden bei Klassenarbeiten nicht in der vorgegebenen Zeit fertig. Bei der Arbeit mit PINGO müssen die Schüler die Aufgaben innerhalb einer bestimmten Zeit lösen, wobei die Zeitspanne vom Lehrenden festgelegt wird. Das bringt „Trödler“ auf Trab: Die Schüler haben zum einen die rückwärtslaufende Zeit im Blick, zum anderen werden sie kurz vor Ablauf der Bearbeitungszeit durch verschiedene visuelle Signale zum schnellen Beenden der Aufgabe aufgefordert.

Vertiefung des Stoffes während des Unterrichts: In Stillarbeit lösen die Schüler nach der Erarbeitung des Unterrichtsthemas einige Aufgaben.

Zieldifferentes Lernen: In heterogenen Lerngruppen bieten Sie unterschiedliche „Sessions“ an, die hinsichtlich ihres Schwierigkeitsgrades oder der Länge der Bearbeitungszeit differenzieren.

Blitzumfrage: Eine schnelle Abstimmung über das Ziel der nächsten Klassenfahrt oder über die nächste Deutschlektüre? Ein kurzes Schüler-Feedback am Ende einer Unterrichtseinheit? Mit PINGO steht das Ergebnis in wenigen Minuten fest.

Umfrage zu einem „sensiblen“ Thema: Gibt es in meiner Klasse/an unserer Schule ein Mobbing-Problem? Wie viel Zeit verbringen die Schüler mit Medienkonsum? Mit PINGO antworten die Befragten anonym und ohne Scheu. Das gilt übrigens auch für heikle Fragen an das Kollegium oder an die Elternschaft, zum Beispiel zum Schulklima oder zum Status Quo bzw. zur Qualität der Zusammenarbeit.

Besonders das Freitext-Antwortfeld bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel im Deutschunterricht, wenn die Schüler in Einzel- oder Partnerarbeit Gliederungspunkte für eine kollektive Stoffsammlung für eine Erörterung erstellen. Die Ergebnisse in der Tag-Cloud werden anschließend strukturiert und die Schüler erstellen als Hausaufgabe eine Mustergliederung zum Thema.

Auch für ein Brainstorming, kann die Freitextfunktion genutzt werden, etwa um mögliche Themen für die Schülerzeitung zu finden.

Einfach registrieren und sofort mit PINGO starten

Wenn Sie möchten, können Sie PINGO sofort nutzen. Dazu registrieren Sie sich einfach kurz auf der Website trypingo.com, und schon kann es losgehen. Am besten starten Sie mit der kurzen interaktiven Tour, die Ihnen den schnellen Überblick über die Programmfunktionen gibt. Den Link dazu erhalten Sie direkt nach der Registrierung per E-Mail.

Bei dieser Tour lernen Sie auch gleich die komfortablen Funktionen kennen, die Ihnen die einfache und selbsterklärende Oberfläche bietet: Für schnelle „Ad-Hoc-Umfragen“ gibt es zum Beispiel den Schnellstart: „Mit nur zwei Klicks können Sie hier eine Session mit einer (...) Umfrage starten“ (ebd.).

Angelegte „Sessions“ mit Fragen beziehungsweise Fragenkatalogen, etwa für eine bestimmte Lehrveranstaltung, können verschlagwortet und gespeichert werden und sind jederzeit wieder abrufbar. Beispiel: Sie erklären in Mathematik einen Beweis XY, erstellen dazu 10 Fragen und speichern diesen Fragenkatalog, optional mit den richtigen Antworten, unter dem Schlagwort „Beweis XY“ ab. Diese Fragenkataloge oder auch einzelne Fragen können übrigens auch geteilt werden: im Kollegium oder mit anderen. – Das spart Zeit und bietet Ihnen großes Potenzial für die wechselseitige kollegiale Kooperation.

Martina Niekrawietz

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