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Keep Cool Online

Ein fächerübergreifendes Planspiel zum Klimawandel

Ein Online-Planspiel kann Schüler für den Klimaschutz sensibilisieren. Sie setzen sich dadurch im Unterricht aktiv mit den Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels auseinander und entwickeln womöglich Szenarien, wie man dieser globalen Entwicklung entgegenwirken kann.

Keep Cool Online: Ein fächerübergreifendes Planspiel zum Klimawandel Im Zeichen der Globalisierung ist Klimaschutz ist ein wichtiges Thema im Unterricht © kbuntu - Fotolia.com

Das vom Bund geförderte Online-Planspiel „Keep Cool“ soll nun auch als App umgesetzt werden. Damit können Schüler es auf dem Tablet oder mit ihrem Smartphone spielen. Bisher ist das Spiel als browserbasierte Variante verfügbar und kann auf jedem internetfähigen Rechner gespielt werden. „Keep cool“ ist ein Planspiel, das sich ideal für den Einstieg in das Thema Klimaschutz im Geografieunterricht ab Klasse 8 eignet. Aber auch fächerübergreifend in den Fächern Politik oder Wirtschaft kann es genutzt werden. Voraussetzung: Die Schüler sollten bereits mit einigen Grundbegriffen zum Klimawandel vertraut sein. Sie müssen bereits wissen, wodurch zum Beispiel Emissionen verursacht werden und welche Folgen sie haben oder dass nicht alle Länder gleich viel CO2 produzieren.

Lernen, wie Politik und Wirtschaft das Klima beeinflussen

In dem Spiel lernen die Schüler den Klimawandel und seine komplexen Ursachen und Folgen auf abstrakte und modellhafte Weise kennen. Sie übernehmen einzeln oder in Gruppen die Rolle verschiedener Länder oder Organisationen: USA und Partner, Europa, Ehemalige Sowjetunion, OPEC (Organisation der erdölexportierenden Länder), Schwellenländer und Entwicklungsländer. Ihnen werden bestimmte politische und wirtschaftliche Ziele vorgegeben, welche sie in dem Spiel erreichen sollen. Alle aber haben Auswirkungen auf das Klima. Die wirtschaftlichen Ziele bestehen darin, mit dem Bau von Fabriken bestimmte Einnahmen zu erreichen. Das geht schneller, je umweltschädlicher die Fabriken sind. Gleichzeitig müssen die Spieler die politischen Ziele, zum Beispiel die Reduzierung des CO2-Ausstoßes, im Auge behalten, die oft nur in Zusammenarbeit mit anderen Spielern erreichbar sind. Sie können mit den anderen Teilnehmern verhandeln und Kompromisse eingehen. Durch ihre politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen können die Schüler das Klima beeinflussen. Es sind aber nicht nur ihre eigenen Entscheidungen, die einen Einfluss darauf haben, ob sie ihre vorgegebenen Ziele erreichen. So kommt es auch im Spiel zu unvorhersehbaren Ereignisse wie Naturkatastrophen, die wirtschaftliche Fortschritte zunichtemachen können. Diese werden auf sogenannten Ereignisseiten in Form von kurzen gut verständlichen Zeitungsartikeln dargestellt.

Einfach registrieren und Spielaktionen starten

Für die Lehrkräfte ist die Anwendung des Spiels denkbar einfach. Lediglich der Lehrer muss sich online registrieren und ein neues Spiel anlegen. Seine Schüler erhalten dann ein Passwort, mit dem sie ausschließlich zu diesem eingerichteten Spiel Zugang haben. Die Kommunikation zwischen den Spielern kann über einen Chatraum abgewickelt werden. Wenn sich alle Schüler in einem Raum befinden, sind die Verhandlungen natürlich auch direkt möglich.

Die einzelnen Spielaktionen und Entscheidungen der Spieler können detailliert protokolliert werden. Dadurch ist eine sinnvolle Nachbereitung möglich. Im Unterricht können später in einer Reflexionsphase die Bezüge zwischen Realität und Spiel hergestellt werden. Die Schüler können im Idealfall die Wechselwirkungen und Abhängigkeiten, die zum Klimawandel führen, anhand der im Spiel gemachten Erfahrungen darstellen. Später vermitteltes Faktenwissen bekommt durch das Spiel einen stärkeren Realitätsbezug und ist für die Schüler besser nachvollziehbar. Das Spiel deckt ein breites Spektrum an fachspezifischen Kompetenzen des Geographieunterrichtes ab. So verstehen die Spieler, dass der Mensch das Weltklima beeinflusst, und lernen Handlungsoptionen wie Vorbeugungsmaßnahmen sowie Schutz vor den Folgen des Klimawandels kennen. Außerdem beschäftigen sie sich mit den Möglichkeiten, aber auch den Schwierigkeiten, politischen Handelns in Bezug auf dieses Thema.

Keep Cool Online kann sowohl in der Schule als auch außerhalb gespielt werden. Die Spiele-App motiviert die Schüler weiterzuspielen, denn sie können es auf ihren eigenen Tablets oder Smartphones spielen. Hier wird der Ansatz für einen Unterricht im Sinne des BYOD (bring your own device) gegeben und sollte genutzt werden, um die Schüler für das Thema zu begeistern — und sich länger damit zu beschäftigen.

Katrin Zinoun

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