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Entspannung

Pausen zur Selbstfürsorge erkennen und nutzen

Im hektischen Alltag bieten gerade Pausen eine gute Gelegenheit zum Kraft tanken. Hier erfahren Sie, wie Sie die Pausen effektiv für sich nutzen und wieder gut erholt in den Unterricht starten.

Entspannung: Pausen zur Selbstfürsorge erkennen und nutzen Jeder entspannt auf eine andere Weise © simona - stock.adobe.com

Schon vor dem Klingeln der Pausenglocke überlegt Frau Tavel, eine junge Lehrerin an einer Schuleingangsklasse, fieberhaft, wie sie die kommenden 15 Minuten optimal nutzen kann: Soll sie zuerst die Elternpost beantworten oder die Arbeitsblätter für den Nachmittagsunterricht kopieren? Oder doch eher im Materialraum neues Tonpapier holen? Eigentlich würde sie auch noch gerne einen Kaffee trinken und die Toiletten aufsuchen, aber dafür wird wohl keine Zeit bleiben, denn sie muss auch noch unbedingt im Schulsekretariat vorbei. Zum Glück hat sie heute wenigstens nicht auch noch Pausenaufsicht.

Pausen stellen für viele Lernende ein absolutes Highlight im Schulalltag dar – sich bewegen, mit Freunden austauschen, etwas essen und den Kopf freibekommen. Für viele Lehrpersonen allerdings sind Pausen im Schulalltag häufig nicht so entspannend; viele Dinge wollen erledigt werden, Pendenzen stehen an und wenn man es doch mal für einen Kaffee ins Lehrerzimmer schafft, warten dort manchmal bereits weitere Aufgaben, die jemand aus dem Kollegium übernehmen müsste.

Pausen zur Entspannung nutzen

Dabei bieten Pausen gerade für Lehrpersonen wertvolle Inseln der Entspannung im Schulalltag – wenn diese entsprechend genutzt werden und genutzt werden können. 
Das Nachdenken über die eigene Pausengestaltung lohnt sich, denn häufig gehen ohne bewusstes Planen Entspannungsmomente im Schulalltag komplett unter. Folgende Fragen sollen dabei als gedankliches Sprungbrett dienen, um das Nachdenken über das eigene Pausenverhalten im Schulalltag anzuregen:

  • Sehne ich mich in den Pausen eher nach Ruhe oder nach dem Austausch mit Kolleginnen und Kollegen?
  • Gibt es einen Ort im Schulhaus, an dem ich mich wirklich entspannen kann?
  • Möchte ich mich in den Pausen bewegen oder eher nicht?
  • Möchte ich in den Pausen etwas Kleines essen und trinken oder eher nicht?

Selbstverständlich werden nicht alle Antworten an jedem Tag gleich ausfallen und doch bekommt man im besten Fall durch das Nachdenken über solche Fragen ein Gefühl dafür, wie ein wertschätzender Umgang mit den eigenen Bedürfnissen im jeweils konkreten Fall aussehen könnte.

Auch kann es sinnvoll sein, eine Art persönliche Pausen-Disziplin einzuüben: Sich bewusst Pausen zu nehmen, auch wenn die To-Do-Liste bereits erschreckende Ausmaße angenommen hat. Die Priorisierung von Pausen kann einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung im Lehrberuf leisten!

Konkrete Ideen zur Pausengestaltung

Nachdem nun die eigenen Bedürfnisse durchdacht wurden, gilt es, sich zu überlegen, wie diese im Schulalltag in der jeweils konkreten Situation umgesetzt werden können.

Bitte nicht stören

Stellt eine Lehrperson beispielsweise fest, dass sie in den Pausen ein grosses Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein verspürt, könnte ein kleines Schild mit der Aufschrift «Bitte nicht stören» an der Klassenzimmertür für die Dauer der Pause angebracht werden. Auch eine klare Kommunikation mit den Kolleginnen und Kollegen kann hier helfen, sodass der Wunsch nach persönlicher Zeit respektiert wird.

Austausch gewünscht

Andere Lehrpersonen stellen vielleicht fest, wie wichtig ihnen der tägliche Austausch mit dem Kollegium ist. Ein gemütliches Beisammensitzen im Lehrerzimmer für die Dauer einer Tasse Kaffee ist dann genau das richtige Entspannungsmoment für diese Lehrpersonen.

Bewegungsdrang nachgeben

Eine weitere Möglichkeit zur Pausengestaltung stellt Bewegung dar: ein kurzer Spaziergang hinter dem Schulhaus, Dehnübungen im Klassenzimmer oder bewusstes Treppensteigen bringen den Kreislauf in Schwung und wirken übermäßigem Sitzen entgegen.

Abschließend kann gesagt werden, dass die vielen kleinen und größeren Pausen im Schulalltag großes Potential haben, entscheidend zum Wohlbefinden und zur Gesunderhaltung der Lehrpersonen beizutragen – wenn sie denn richtig genutzt werden.

Chantal Daniela Horst


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