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Soziale Netzwerke

Fünf Gründe, warum Lehrkräfte Twitter nutzen sollten

Für viele Menschen ist der Begriff „Soziales Netzwerk“ ein Synonym für Facebook. Dabei gibt es interessante Alternativen, die für manche Aufgaben besser geeignet sind – vor allem Lehrkräfte sollten einmal Twitter ausprobieren, denn der Dienst eignet sich hervorragend zur Information über Neuigkeiten in der „Bildungsszene“ und hat noch einiges mehr zu bieten.

Soziale Netzwerke: Fünf Gründe, warum Lehrkräfte Twitter nutzen sollten Per Tweet können auch Lehrer wertvolle Informationen für ihre Arbeit austauschen © Rawpixel - Fotolia.com

Das Prinzip von Twitter ist sehr einfach. Wer sich kostenlos bei dem Dienst anmeldet, hat die Möglichkeit, eine Kurznachricht mit 140 Zeichen zu schreiben. Sehen können diese Nachricht alle ihre sogenannten „Follower“, also diejenigen, die auf ihren „Follow“-Button geklickt haben.
Im Gegenzug können Sie alle Nachrichten derjenigen Personen lesen, denen Sie folgen.

Im Gegensatz zu Facebook sind Sie mit den Personen, denen Sie folgen, aber nicht „befreundet“. Sie können zwar einer Person folgen, die Ihnen folgt, müssen es aber nicht. Klingt kompliziert? Ist es ganz und gar nicht. Die Oberfläche von Twitter ist wesentlich leichter zu bedienen als die von Facebook. Wenn Sie eine SMS tippen können, können Sie auch twittern.

Die Besonderheit: Der Hashtag

Im Gegensatz zur SMS besitzt Twitter eine Möglichkeit, Nachrichten (sogenannte „Tweets“) in Gruppen zusammenzufassen. Der Name dieser Gruppe ist der sogenannte „Hashtag“. Er wird eingeleitet durch das #-Zeichen. Unter dem Hashtag #Tatort können Sie beispielsweise alle Kommentare der Twitter-Nutzer zur sonntäglichen Krimiserie lesen.

Einen Nutzer direkt anschreiben

Twitter bietet zudem die Möglichkeit, einen Nutzer direkt auf eine Nachricht hinzuweisen. Dazu schreiben Sie einfach das @-Zeichen gefolgt vom Twitter-Namen des Nutzers in die Nachricht. Ein kurzer Tweet an den Papst (der tatsächlich Twitter nutzt) könnte also lauten: „@Pontifex Frohe Ostern!“

Hier sind die fünf besten Gründe für Twitter

1.    Schaffen Sie sich ihr Kompetenz-Netzwerk

Twitter ist ein hervorragendes Werkzeug, um ein Interessensnetzwerk zu bilden. Vor allem Menschen, die in der Bildungsbranche tätig sind, lieben Twitter und nutzen es, um auf dem neusten Stand zu bleiben.

2.    Informieren Sie sich in Echtzeit über Tagungen, Messen und andere Ereignisse

Fast jede größere Veranstaltung hat im Vorfeld einen Hashtag festgelegt, unter dem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer austauschen können. Dieser wird dann bei jeder Nachricht, die im Zusammenhang mit der Veranstaltung steht, verwendet. Die berühmte Konferenz re:publica, auf der sich die Internet-Elite trifft, hat beispielsweise den Hashtag #rp14.

3.    Erfahren Sie das Neuste aus der Bildungsszene

Nach einigem Suchen finden Sie schnell Twitter-User, die interessante Neuigkeiten rund um das Thema Bildung twittern. Schauen Sie sich doch zum Beispiel einmal den Twitter-Account der Bildungssparte der Süddeutschen Zeitung an (@SZ_Bildung) oder den des Lehrers Gerhard Bless (@BlessTheTeacher) an.

4.    Tauschen Sie sich mit Kolleginnen und Kollegen im EdChat aus

Jeden Dienstag um 20 Uhr twittern Lehrerinnen und Lehrer unter dem Hashtag #edchatDE zu einem wechselnden Thema aus dem Bildungsbereich. Welches Thema aktuell an der Reihe ist, erfahren Sie auf der Seite edchatde.wordpress.com.

5.    Nutzen Sie Twitter im Unterricht

Twitter kann auch Ihren Unterricht bereichern, z. B. indem Sie über den Beamer eine sogenannte „Twitter-Wall“ anzeigen, die alle Tweets zu einem bestimmten Hashtag anzeigt. So können Sie bei einem mediengestützten Unterricht Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, Fragen oder Kommentare zu posten. Das so entstandene Netzwerk kann auch außerhalb des Unterrichts dazu verwendet werden, Termine oder Links auszutauschen.

Darüber hinaus kann es auch eine interessante Herausforderung sein, z. B. ein Gedicht mit 140 Zeichen zu schreiben oder sogar eine Kurzgeschichte. Twitter ist außerdem eine unkomplizierte Möglichkeit, um mit Personen außerhalb des Klassenzimmers (z. B. Politikern) in Kontakt zu treten oder eine Umfrage zu starten. —  Es gibt also weit mehr als die fünf Gründe für Tweets im Unterricht einzusetzen. 

Tobias Hübner

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