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Tests digital erstellen

Selbstkorrigierende Tests mit Socrative erstellen

Kurze Tests helfen Lehrkräften den Wissensstand der Klasse abzufragen. Diese sind jedoch meist sehr aufwendig. Mit dem Einsatz digitaler Tools wie Socrative können Sie Tests online erstellen und automatisch korrigieren lassen. Das spart Zeit!

Tests digital erstellen: Selbstkorrigierende Tests mit Socrative erstellen Kurze Tests mit Socrative erstellen © Tierney - stock.adobe.com

Das Schreiben von Tests hat sich durch digitale Medien sehr verändert. Kurze Wissensnachweise müssen nicht mehr – wie bisher - ausschließlich in Papierform geschrieben werden. Das ist in Zeiten, in denen die Schüler im Wechselunterricht oder sogar komplett im Distanzlernen unterrichtet werden, sehr hilfreich.

Es gibt viele Tools, um digitale Tests durchzuführen. Eine davon ist SocrativeDa ich damit gute Erfahrungen gemacht habe, möchte ich diese kurz vorstellen. Sie können Socrative mit einem kostenlosen Testzugang nutzen, digitale Tests erstellen und diese mit Ihren Schulklassen teilen.

Sollten Sie sich das erste Mal einloggen, ist automatisch als Sprache Englisch hinterlegt. Sie können dies in Ihrem Profil unter Zielgruppen (Demographics) ändern.

Die ersten Schritte einen Test zu erstellen

Für einen Test müssen Sie im Menü auf „Tests“ gehen. Dann beginnen Sie, einen neuen Test zu erstellen. Dafür stehen drei verschiedene Aufgabenformate zur Auswahl. Die einzelnen Möglichkeiten werden im Folgenden noch erläutert.

Multiple Choice:

Auf eine Frage haben die Schüler/-innen die Möglichkeit verschiedene Lösungsvorschläge anzuklicken. Die Anzahl der möglichen Lösungen ist unbegrenzt.

Wahr oder falsch:

Auf eine Aussage hin, müssen die Schüler entscheiden, ob diese wahr oder falsch ist.

Kurze Antwort:

Bei dieser Fragevariante müssen die Schüler/-innen ein Lösungswort in das Textfeld eingeben. Diese Frageform ist die Schwierigste, da sie, obwohl die Antworten richtig sind, falsch anzeigen kann. Das Problem: Das Programm erwartet genau die Rückmeldung, welche der Lehrer vorher eingegeben hat. Wenn die Antwort auf eine Frage also „Wasser“ lautet, dann darf auch nur dieses Wort mit korrekter Schreibweise eingegeben werden. „Das Wasser“, „wasser“, „H2O“ wären zwar auch richtige Antworten, werden aber vom Programm nicht erkannt. Dieses Problem muss man bei der Erstellung der Frage wissen und alle möglichen Varianten als Lösungsmöglichkeit eingeben. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Schüler/-innen minimal anders schreiben und dadurch Fehler angezeigt werden.

Welche Testvarianten gibt es?

Wenn man im Menü auf „Starten“ geht, werden verschiedene Möglichkeiten angeboten. Die für einen Test benötigte Variante ist „Test“, wie der Name schon sagt. Dort wähle ich einen meiner hinterlegten Tests aus und kann entscheiden, auf welche Weise, meine Schüler/-innen durch den Test geführt werden sollen.

Sofortiges Feedback:

Die Schüler klicken sich in der vorgegebenen Reihenfolge durch den Test. Die Reihenfolge der Fragen wird nur gemischt, wenn die Lehrkraft es so einstellt. Ich kann wählen, ob die Schüler/-innen direkt zu jeder Frage eine Rückmeldung erhalten, ob die Antwort richtig war oder ob die Schüler/-innen nur am Ende die Rückmeldung erhalten, wie viel Prozent der Aufgaben sie korrekt gelöst haben. Wenn die Fragen aufeinander aufbauen, muss man sich ganz genau überlegen, ob eine Korrektur der Lösung direkt nach der Frage sinnvoll ist. Die Zeit für die Lösung der Fragen ist nicht vorgegeben.

Offene Navigation:

Die Schüler/-innen haben die Möglichkeit zwischen den Aufgaben hin und her zu wechseln und sie in einer selbstgewählten Reihenfolge zu lösen. Das ist sicherlich eine angenehme Arbeitsweise, kann aber zu Verwirrung führen, wenn die Schüler/-innen mit Socrative noch nicht so vertraut sind. Auch hier ist der Faktor Zeit für die Lösung der Fragen nicht vorgesehen.

Tempo vom Lehrer vorgegeben:

Dies ist die einzige Variante, bei der die Lehrkraft die Zeit für die Lösung der Fragen bestimmen kann. Der Test läuft live und die nächste Frage kommt erst, wenn die Lehrkraft sie freigibt. Der Vorteil daran: Die Schüler/-innen müssen in vorgegebener Zeit arbeiten und können nicht nebenbei die Lösung heraussuchen. Der Nachteil: Durch das unterschiedliche Lesetempo haben einige Schüler/-innen deutliche Vor- oder Nachteile.

Einen Test starten

Wenn Sie die vorigen Schritte durchlaufen haben und den Test aktivieren, dann müssen Sie die Klasse eingeladen. Es gibt zwei Varianten sich einzuloggen. Der Lehrer-Account benötigt eine Anmeldung mit Hinterlegung der E-Mail-Adresse. Der Login für Schüler/-innen jedoch ist ohne eigene Anmeldung und bezieht sich nur auf den Test der Lehrkraft. Dazu müssen Sie den Schülerinnen und Schülern nur den Link zum Schülerlogin zukommen lassen: https://b.socrative.com/login/student/

Hier werden die Schüler/-innen nach einem „Room Name“ gefragt. Welchen „Room Name“ der Raum der Lehrkraft hat, ist unter "Klassen" in Ihrem Account einsehbar. Hier können Sie den Namen nach Wunsch anpassen.

Wenn die Schüler/-innen den richtigen Raumnamen eingegeben haben, werden sie aufgefordert einen Namen oder Pseudonym für sich einzugeben, zumindest wenn die Lehrkraft es so eingestellt hat. Der Name sollte vorher vereinbart werden. Viele Lehrer arbeiten mit ihren Schülern und Schülerinnen im Internet nicht mit Klarnamen, sondern mit Pseudonymen oder Nummerierungen, um die Anonymität zu gewährleisten. Wenn alles eingegeben wurde, dann startet der Test.

Den Test auswerten

Als Lehrkraft können Sie live beobachten, wie die Schüler/-innen abschneiden. Zusammenfassend wird angezeigt, zu wie viel Prozent die Schüler/-innen ihre Aufgaben richtig gelöst haben. Sie haben die Möglichkeit jedem Schüler und jeder Schülerin genau sein Ergebnis zuzuordnen und auch die Antworten zu lesen, um die möglichen Fehler aus den „kurzen Antworten“ festzustellen.

Ein zusammenfassender Blick auf Socrative

Socrative ist eine gute Lösung, um regelmäßig kleine Tests durchzuführen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten kommen die Schüler/-innen in der Regel gut damit zurecht. Für die Lehrperson ist der Vorteil eines digitalen Tests, der sich selbst korrigiert, nicht von der Hand zu weisen. Sie sparen Papier und vor allem sehr viel Aufwand. Am Anfang kostet es ein wenig Zeit, sich mit der App zu beschäftigen, doch wenn es erstmal läuft, dann holt man diese Zeit schnell wieder rein.

Der kostenlose Zugang ist gegenüber dem Pro-Account beschränkt. Sie können nur eine Klasse aktiv laufen lassen und nicht mehrere gleichzeitig. Auch die Möglichkeiten Berichte downzuloaden, sind eingeschränkt. Sie könne jedoch Ihre erstellten Tests speichern und jederzeit wieder aufrufen, wodurch es auch mit nur einer aktiven Klasse gut funktioniert.

Denise Reinholdt


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