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Alternative Stadttouren

Immer das Gleiche? Klassenfahrt nach Berlin mal anders

Klar, das Brandenburger Tor und der Reichstag müssen sein. Aber es gibt abseits der üblichen Routen auf einer Klassenfahrt nach Berlin noch so viel mehr zu sehen.

Alternative Stadttouren: Immer das Gleiche? Klassenfahrt nach Berlin mal anders Eine Kunst-Tour durch Berlin kann ein zusätzliches Angebot für die Schüler sein © herby64 - Fotolia.com

Berlin ist die deutsche Bundeshauptstadt und mit über 3,5 Millionen Einwohnern auch die größte Stadt der Republik. Zahlreiche Schulklassen zieht es jedes Jahr nach Berlin und viele Lehrer absolvieren diese Reise so oft, dass sie den Text des Stadtführers im Regierungsviertel bald mitsprechen können. Klar, es gibt ein paar Sehenswürdigkeiten, die jeder Berlinbesucher gesehen haben muss. Aber es gibt auch abseits der beliebten Pfade interessantes zu entdecken, mit dem sich vielleicht auch sonst kritisch gelangweilte Schüler zu begeistern sind.

Geschichte aufs Ohr: Hörpol

Der Journalist und Autor Hans Ferenz hat ein Projekt auf die Beine gestellt, das beeindruckt: Über 300 Menschen — Zeitzeugen, Historiker, Nachrichten-Moderatoren, Schauspieler und Musiker, darunter durchaus bekannte Namen wie Axel Prahl, Tom Schilling und Herbert Grönemeyer — haben daran mitgearbeitet. Entstanden ist ein Audioguide für besondere Orte in Berlin-Mitte, für Jugendliche ab 14 Jahren, der die Geschichte in der Gegenwart sicht- und spürbar macht. Es gibt keinen vorgegebenen Weg, es können entweder alle 27 Orte besucht werden oder nur ausgewählte. Hörpol ist kostenlos als Download erhältlich unter.

Stadt der Street-Art

Graffiti sind nicht jedermanns Sache, aber es ist nicht zu leugnen, dass Berlin eine der wichtigsten Metropolen der Welt ist, wenn es um Kunst im öffentlichen Raum geht. Gemeint ist damit die sogenannte Street-Art oder auch Urban Art, die sich zu einer anerkannten Kunstform gemausert und international bekannte Künstler wie den Briten Banksy hervorgebracht hat. Mittlerweile gibt es zahlreiche geführte Street-Art-Touren, die sich vor allem in den Bezirken Kreuzberg und Friedrichshain abspielen.

Manche Anbieter haben sogar Workshops für die Schüler im Programm, die sich großer Beliebtheit erfreuen, zum Beispiel Alternative Berlin Tours (Angebot). Aber auch einfache Street-Art-Spaziergänge sind für Schüler gut geeignet, ganz nebenbei wird nämlich dabei auch viel historisches Wissen über die Stadt vermittelt (zum Beispiel hier buchbar).

Museen, die Spaß machen

Wenn die Wettervorhersage nicht ganz so rosig aussieht, ist der Gang ins Museum eine beliebte Alternative. Berlin bietet in dieser Hinsicht unzählige Möglichkeiten, von den Klassikern auf der Museumsinsel über das Deutsche Historische Museum bis hin zur Neuen Nationalgalerie, die allerdings bis voraussichtlich 2019 saniert wird und geschlossen bleibt.

Ein ehemaliger Geheimtipp, der sich mittlerweile zu einer der meistbesuchten Attraktionen Berlins aufgeschwungen hat, ist das DDR-Museum. Hier wird der Alltag in der DDR erlebbar, das multimediale Mitmachkonzept ermöglicht den Schülern eine spannende Zeitreise.

Wer mit seiner Klasse tief in die Geschichte Berlins eintauchen will, ist im Märkischen Museum an der richtigen Stelle. Stadtmodelle machen die zahlreichen einschneidenden Veränderungen in der Architektur Berlins sichtbar, die Dauerausstellung „Hier ist Berlin!“ präsentiert einen Spaziergang durch 800 Jahre Geschichte. Für Besucher unter 18 Jahre ist zudem der Eintritt frei.

Ein Museum der ganz anderen Art, das so wohl nur in Berlin zu finden ist, ist das Computerspielemuseum. Für so manchen jüngeren Lehrer eine Reise in die Kindheit mit Gameboy und Konsole, für die Schüler ein Stück Technikgeschichte zum anfassen und ausprobieren — und wundern. In Berlin findet eben jeder das Museum, das zu ihm passt.

Kristina Kastner

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