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Lesespurgeschichten

Den Geschichten auf der Spur

Lesespurgeschichten motivieren Schüler durch versteckte Hinweise im Text, genau zu lesen. Nur so kommen sie ans Ziel. Damit üben sie sinnentnehmendes Lesen und haben auch noch Spaß dabei.

Lesespurgeschichten: Den Geschichten auf der Spur Gerade Jungen müssen häufig zum Lesen motiviert werden. Der Wunsch, ein Rätsel zu lösen, sind eine Möglichkeit © S.Kobold - Fotolia.com

„Ach, nicht schon wieder lesen!“. Oder: „Lesen ist langweilig!“ — Solche Sätze gehören mit Lesespurgeschichten der Vergangenheit an. Denn mit dieser Textart das sinnentnehmende Lesen zu üben ist durch das kleinschrittige Vorgehen, die eingebauten Rätselaufgaben und die Möglichkeit zur Selbstkontrolle für alle Schüler hoch motivierend.

Grundsätzlich geht es bei Lesespurgeschichten darum, verborgenen Hinweisen im Text auf einer Landkarte zu folgen und die richtige Ziffernfolge bis zum Ziel aufzuschreiben. Dabei gibt es nur einen korrekten Weg und viele Sackgassen. Die Sackgassen bzw. Irrwege verweisen stets auf die letzte richtige Spur, sodass der Lesefortschritt gesichert ist. Kleine eingebaute Rätsel oder Aufgaben fordern zum konkreten Handeln oder Knobeln heraus und sorgen somit für Abwechslung.

Dem Erwartungshorizont der Kinder angepasst

Lesespurgeschichten sollten so aufgebaut sein, dass sie inhaltlich auf den altersspezifischen Erfahrungshorizont der Kinder ausgerichtet sind und möglichst  in zwei Differenzierungsstufen zur Verfügung stehen. So können sowohl für schwächere, als auch stärkere Leser damit arbeiten.

Die leichteren Geschichten haben einen kürzeren Text, eine einfachere Wortwahl, eine größere Schrift sowie keine oder nur wenige zusätzliche Rätselaufgaben. Im Unterricht ist es sinnvoll in einer ersten Einheit eine erste Lesespurgeschichte gemeinsam zu erarbeiten. Sobald die Schüler Einsicht in die Funktionsweise gewonnen haben, können die weiteren Geschichten selbstständig erlesen werden. Zeitlich sind die Texte so ausgelegt, dass sie in einer Schulstunde leicht bewältigbar sind.
Für beide Versionen gibt es eine gemeinsame Lösungsseite, sodass verschiedene Möglichkeiten der Kontrolle vorstellbar sind:

  • im Nachhinein durch die Lehrkraft.
  • gemeinsam im Klassenverband mit Hilfe einer Folie am Tageslichtprojektor.
  • nach Abschluss der Geschichte selbstständig durch den Schüler/ die Schülerin mit Hilfe der Lösungsseite.
  • selbstständig während des Leseprozesses durch den Schüler/die Schülerin. Dazu werden die Lesespuren an die Tafel geschrieben und jeweils einzeln abgedeckt. Es darf immer nur bis zur aktuellen Lesespur aufgedeckt werden.

Partnerarbeit hat sich beim Lesen bewährt

Auch methodisch bieten sich verschiedenste Möglichkeiten. Es kann sowohl im Klassenverband, in Einzelarbeit, in Partnerarbeit oder in Gruppenarbeit gelesen werden. Besonders bewährt hat sich meiner Meinung nach das gemeinsame Lesen in Partnerarbeit.

Hierbei können sich die Lernenden gut gegenseitig unterstützen und durch das Gespräch über das Gelesene werden weitere kommunikative Kompetenzen geschult. Damit es in Zukunft aus den Klassenzimmern immer schallt: „Hurra, endlich lesen wir mal wieder eine Lesespurgeschichte!“

Sven Rook

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