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Deutsch lernen mit zwei kleinen Monstern

Spielend Deutsch lernen mit zwei kleinen Monstern in einem motivierenden Lernspiel. DaZ-Schüler können online, per App oder via DVD überall und jederzeit mit Mumbro & Zinell Sprach-Abenteuer erleben und Sprachkompetenz entwickeln.

DaZ digital: Deutsch lernen mit zwei kleinen Monstern Eine Sprache zu lernen kann monstermäßig Spaß bringen, besonders wenn Schüler selbst aktiv handeln können © Rido - stock.adobe.com

Differenzierender Unterricht in heterogenen Lerngruppen ist im „analogen“ Sprachunterricht mit viel Aufwand für die Lehrkraft verbunden. Aufgaben und Arbeitsblätter zusammensuchen, ausdrucken, erläutern, den Lernstand dokumentieren und darauf aufbauend weiterführende Übungen auswählen — das alles ersparen Sie sich im digitalen Klassenraum mit der richtigen Lernsoftware: „Deutsch lernen mit Mumbro und Zinell“ richtet sich an Kinder zwischen 6 und 10 Jahren, die Deutsch als Zweitsprache lernen oder auch ihre Muttersprache Deutsch verbessern möchten.

Der folgende Beitrag stellt Ihnen das spannende Onlinespiel des südwestdeutschen Rundfunks vor, das auf der Website Planet Schule zum kostenfreien Download steht.

Zwei kleine Monster aus einer Höhlenwelt erleben Sprach-Abenteuer

Pate für die interaktive Benutzeroberfläche des Lernspiels stehen zehn Filmepisoden der Sendereihe „Mumbro & Zinell“ für fortgeschrittene Deutschlerner, deren Rahmengeschichte schnell erzählt ist: Zwei liebenswerte Höhlenwesen erkunden mit großen Augen und viel Humor die Welt der Menschen, um ihrem launischen König seine seltsamen Wünsche zu erfüllen. Mumbro und Zinell schaffen ihm zum Beispiel „Töne“ herbei, „Wissen“, „eine Familie“ oder auch „Wetter“ und erleben dabei spannende Abenteuer.

Die Höhle ist auch der Startpunkt des interaktiven Lernspiels. Mit der Maus bewegen sich die Kinder in einem Höhlenraum, in dem es einiges zu entdecken gibt: Klicken die Schüler auf Bleistift, Zirkustrommel, Mistgabel und Co., so geht es flugs per „Beamer“ an die entsprechenden Orte in der Menschenwelt: z. B. vor ein altes Schulhaus, in einen kleinen Zirkus oder auf einen Bauernhof. Und an diesen insgesamt sechs Stationen gilt es dann, die verschiedenen Sprachaufgaben zu lösen.

Training aller Kernkompetenzen im Fach Deutsch

An jeder der Stationen finden die Kinder jeweils neun Übungen zu Wortfeldern, Redewendungen und Grammatik. Jede einzelne Übung gibt es in vier bzw. fünf (in der DVD-Version) Varianten, die auf der eingangs verlinkten Überblicksseite näher beschrieben sind.

  1. Einführung: Spielerisch lernen die Schüler zunächst den Wortschatz kennen. In der Schule geht es zum Beispiel um die verschiedenen Utensilien im Klassenzimmer. Die Kinder sehen ein leeres Klassenzimmer mit Schreibgeräten, Mäppchen, Tafel, Ranzen etc. und können einzelne Gegenstände anklicken und hören dann das jeweilige deutsche Wort und direkt im Anschluss daran einen charakteristischen Sound, zum Beispiel das Quietschen eines Radiergummis.
  2. Kompetenz „Hörverstehen“: Hier klicken die Kinder beispielsweise gesuchte Gegenstände an. Sie hören zunächst die Frage „Was suchst du?“ und die dazugehörige Antwort: „einen Pinsel“. Sie müssen dann das Richtige anklicken.
  3. Kompetenz „Lesen“: Hier lautet die Anweisung für eine Aufgabe zum Beispiel: „Lies den Satz an der virtuellen Tafel und klicke den richtigen Gegenstand an!“
  4. Kompetenz „Schreiben“: Auf dem Tisch sehen die Kinder einen Gegenstand und ergänzen zunächst einzelne Buchstaben, dann ganze Wörter. So lange, bis alles fehlerlos klappt.
  5. Kompetenz „Sprechen“: Die DVD-Version des Spiels enthält zusätzlich eine Spracherkennung, mit der die Schüler auch gleich die richtige Aussprache üben können.

Eigenständige Sprachenlernen — überall und mit allen Endgeräten

„Deutsch lernen mit Mumbro und Zinell“ ist auf allen Endgeräten online nutzbar: für iOS und Android oder auch direkt im Browser. Auf der oben verlinkten Überblicksseite können die jeweiligen Versionen heruntergeladen werden.

Die Schüler fordern zunächst einen Zugangscode an, melden sich damit an und können jederzeit ihren jeweiligen Spielstand online speichern. Sie starten dann beim nächsten Mal automatisch mit ihrem letzten Spielstand, egal, ob sie im Computerraum mit dem Schul-PC arbeiten, mit dem Tablet zu Hause oder unterwegs mit dem Smartphone. — Mit dem Lernspiel arbeiten die Kinder eigenständig, zum Beispiel im Förderunterricht, bei der Wochenplanarbeit, in Stillarbeitsstunden oder auch zu Hause. Ganz sicher sind sie dabei auch nicht über- oder unterfordert, denn der „Schwierigkeitsgrad der Übungen passt sich automatisch dem Kenntnisstand der Lernenden an“ (Überblicksseite, Link s. o.). Und im Lerntagebuch können die Schüler „Sternchen sammeln“. Die Lehrkraft kann den Lernfortschritt jedes Schülers verfolgen (in der DVD-Version).

Auch für den „normalen“ (Deutsch-)Unterricht geeignet

Wenn Sie als Lehrkraft im DaZ- oder Deutschunterricht bestimmte Lerninhalte aufgreifen möchten, finden Sie auf der Überblicksseite ganz schnell die passenden Übungen. Hier ist ausführlich beschrieben, welcher Wortschatz, welches Wortfeld, welche Redewendungen oder welche grammatischen bzw. syntaktischen Strukturen an welcher Stelle des Spiels trainiert werden.

Auch für Kinder ohne Förderbedarf in der deutschen Sprache sind viele interessante Übungen dabei: Die Schüler können zum Beispiel ihr Grammatikwissen vertiefen, ihre Rechtschreibung verbessern oder auch anhand von lebenspraktischen Übungen Rechnen üben, zum Beispiel an der Station „Zirkus“: Wer am interaktiven Startbildschirm mit der Zirkusarena auf die 10-Cent-Münze klickt, gelangt zu einem Fahrscheinautomaten. Hier müssen die Kids ein Ziel auswählen und den Fahrpreis passend durch Auswahl von Münzen und Scheinen bezahlen. — Bei dieser Übung ist Kopfrechnen gefragt.

Und wie kommt die Lernsoftware bei Schülern an? „Das Spiel ist sehr gut. Super!“, sagt Mohammed in einem Bericht aus der Praxis. Im Video sieht man, wie motiviert die Schüler der internationalen Vorbereitungsklasse an der Karlsschule in Rastatt mit Mumbro und Zinell lernen: Es ist mucksmäuschenstill und jedes Kind arbeitet mit Kopfhörern hochkonzentriert an seinem Bildschirm. Anfangs hatte Lehrerin Leonie Boos noch Zweifel, ob die Lernsoftware auch für die Sprachanfänger zu schaffen ist. Doch schnell hat sie gemerkt, dass sie sich völlig umsonst Gedanken gemacht hat: „Es ist für alle gar kein Problem“, sagt sie.

Martina Niekrawietz

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