„Der Zufall geht Wege, da kommt Absicht gar nicht hin“, so lautet ein bekannter Spruch auf einer Motto-Postkarte. Und wer hat sich noch nicht gewundert, wie perfekt die vermeintlichen Zufälle im Leben manchmal so spielen? Auch im Unterricht darf der Zufall eine Rolle spielen, präziser im Kunstunterricht mit den sogenannten aleatorischen Techniken, also Zufallstechniken, die eine bestimmte Art von Kunstwerken hervorbringen.
Laut Duden bedeutet „aleatorisch“ so viel wie „vom Zufall abhängig“ (Duden, 1966). Das zufällige Prinzip spielt in der modernen Kunst eine große Rolle, etwa im Surrealismus. Diese Kunstrichtung greift das Unbewusste, den Geist, Träume und Assoziationen auf und gestaltet hier Werke mit unterschiedlichen aleatorischen Verfahren, z. B. Collage, Decalcomanie, Schleudertechniken oder Frottage. Bestimmt hat man sofort die eigenen Versuche vor Augen: gerade mal einen Klecks Farbe aufs Papier geben und zusammenklappen- und siehe da, man erkennt einen wunderschönen Schmetterling. Berühmte Künstler von Zufallstechniken sind beispielsweise Yves Klein oder Jackson Pollock.